In der Spur des Menschen - Biologische Invasionen

In der Spur des Menschen - Biologische Invasionen

Freidarstellung von Waschbär, Nutria und Mink (© Naturkundemuseum Potsdam/ Foto: D. Knuth)

übersicht

  • Ausstellung
  • Datum: So, 01.01.2006 - Do, 31.12.2020
  • Ort: Naturkundemuseum Potsdam, Breite Straße 13, 14467 Potsdam
  • Uhrzeit: Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet sowie an jedem 1. Montag im Monta mit 50% Ermäßigung auf den Eintritt (siehe Museumsmontag im Naturkundemuseum Potsdam)
  • Preis: Erwachsene 4 Euro, Jugendliche 2 Euro und Kinder 1 Euro. Kinder unter 6 Jahre und Schulklassen haben generell freien Eintritt im Museum.
Wie kommt der Waschbär nach Brandenburg und wie gelangt der Riesenknöterich in unsere Gärten? Wissen Sie eigentlich, wer wirklich von hier ist? In Deutschland gibt es mehr als 2.000 nicht heimische Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Biologische Invasionen sind ein globales, sehr komplexes Phänomen. Sie können die biologische Vielfalt weltweit erheblich gefährden und ökonomisch weitreichende Folgen haben. Die Ausstellung sensibilisiert die breite Öffentlichkeit für dieses weltweite Phänomen: Nicht nur der Mensch ist weltweit mobil, in seiner Spur sind es auch die Tiere und Pflanzen. Auf 49 Tafeln, in 14 Vitrinen und vier Freidarstellungen sind über 70 Tierarten zu sehen, darunter das Gemeine Stachelschwein, das eigentlich aus Afrika stammt und schon in antiker Zeit nach Europa gebracht wurde. Ebenfalls das australische Bennett-Känguru, das im 19. Jahrhundert in englischen Parks ausgesetzt wurde und auch heute noch zu finden ist. Auch Deutschlands wilde Papageien, die sich in einigen Großstädten etabliert haben, sind ebenso in der Ausstellung vertreten wie die Mandarinenten, die eine Potsdamer Erfolgsgeschichte schreiben können. Beide Arten haben sich ausgezeichnet an die neuen Lebensbedingungen fern ihrer ursprünglichen Heimat angepasst. Nicht immer erfolgt die Eingliederung der „tierischen Neubürger“ so einfach und unproblematisch. Einige Arten, wie der Bisam und der Waschbär in Deutschland oder das Kaninchen in Australien verbreiten sich massenhaft. Sie wurden zu Problemarten der einheimischen Fauna und können die Biodiversität einer Region oder eines Kontinents aus dem Gleichgewicht bringen.