Smuggling Hendrix, D | CY | GR, 2018

Zypern 2018: Yiannis (Adam Bousdoukos) ist ein bislang eher erfolgloser Musiker. Er lebt in Nikosia, im griechischen Teil von Zypern. Von dort will er aber weg, nachdem ihn nicht nur seine Freundin verlassen hat, sondern ihm auch seine Gläubiger im Nacken sitzen und er seine Miete nicht mehr zahlen kann. Im Ausland will Yiannis sein Glück suchen und dort Karriere machen.

Doch dann passiert, was nicht passieren darf: Yiannis hängt sehr an seinem Hund Jimi, aber der ist äußerst abenteuerlustig und findet drei Tage vor der geplanten Abreise ein Schlupfloch durch die Pufferzone zwischen dem griechischen Süden und dem türkischen Norden der Insel. Da Yiannis Jimi nicht zurücklassen will, muss er eine Lösung finden, um den Hund zurückzuholen.

Also macht er sich auf in ein unbekanntes Land und wird dort mit absurden Realitäten konfrontiert. Denn der Grenzübertritt ist für Tiere verboten. Da ist guter Rat teuer. Schließlich lernt Yiannis den türkischen Zyprer Hasan (Fatih Al) kennen. Er will ihm helfen, Jimi illegal über die Grenze zurück in den Süden zu bringen, aber die Zeit drängt.

Regisseur Marios Piperides, selbst griechischer Zyprer, zeigt in seinem Film die absurde Situation der geteilten Insel, auf der sich Griechen und Türken lange Zeit gar nicht kannten. Er war 30 Jahre alt, als er den nördlichen Teil Zyperns zum ersten Mal betrat und kannte bis dahin die dort lebenden Türken nur aus größtenteils negativen Geschichten. Seitdem die Grenze 2003 durchlässiger wurde, hat er sein Bild von der anderen Seite komplett revidiert.  sg

In den Kinos ab 14. November

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