Verachtung | Journal 64, DK 2018

Ungelöste Kriminalfälle sind die Spezialität von Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) und seinem Kollegen Assad (Fares Fares) aus Kopenhagen. Doch nun wird Assad befördert und in sieben Tagen versetzt. Mørck ist depressiv und kann nur schwer mit dem Verlust umgehen.

Dann finden Handwerker in einem zugemauerten Raum drei mumifizierte Leichen an einem gedeckten Tisch vor einem schaurigen Festmahl. Ein vierter Platz ist noch frei. Vom Mörder hinterlassene Papiere offenbaren schnell die Identität der Opfer. Eine gewisse Nete Hermansen, die Prostituierte Rita Nielsen und der Anwalt Philip Nørvig mussten hier dran glauben. Nørvig war zwölf Jahre zuvor von seiner Frau als vermisst gemeldet worden, doch sie hatte die Anzeige wenig später unter dem Vorwand, er sei mit seiner Geliebten in Malaga, zurückgezogen. Die Mieterin der Wohnung, die pensionierte Krankenschwester Gitte Charles, ist ebenfalls spurlos verschwunden, überweist aber seit Jahren pünktlich die Miete von einem Bankkonto in Malaga.

Mørck und Assad finden schnell eine Verbindung zwischen den Betroffenen: In einer Frauenklinik auf der Insel Sprogø wurden bis 1961 grausame Experimente, Abtreibungen und Zwangssterilisationen durchgeführt. Nete und Rita waren dort Zimmergenossinnen, Gitte Krankenschwester, und Philip der spätere Anwalt des Anstaltsleiters Curt Wad, mittlerweile ein renommierter Fruchtbarkeitsspezialist. Doch die grausigen Machenschaften gehen weiter, ein ehemaliger Mitarbeiter bekommt das bald am eigenen Leib zu spüren.  sg

Ab 20. Juni in den Kinos


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