Das Leben meiner Tochter | D 2019

Die achtjährige Jana (Maggie Valentina Salomon) ist ein fröhliches, aktives und aufgewecktes Mädchen. Niemand ahnt, dass sie schwer krank ist. Als die Familie in Urlaub fährt, passiert es: Janas Herz bleibt plötzlich stehen. Sie überlebt nur knapp und braucht dringend ein Spenderherz.  Doch die sind knapp. Ein Jahr lang bangen und hoffen die Eltern auf den rettenden Anruf, aber es tut sich nichts. Über die offiziellen Organspendestellen gibt es trotz höchster Priorität kein passendes Herz für ihr Kind.

Vater Micha (Christoph Bach) traut den Ärzten nicht mehr und verliert die Geduld. Zu wichtig ist ihm seine Tochter. Micha ist eigentlich geradlinig, geht einer ganz normalen Arbeit nach und macht keine krummen Touren. Doch das Drama in seiner Familie lässt ihn nicht los. Gegen den Rat der Ärzte und den Willen seiner Frau Natalie (Alwara Höfels) versucht er, über den illegalen Organhandel an ein Spenderherz für Jana zu kommen. Er weiß, dass er sich strafbar macht und seine eigene Existenz genauso wie die seiner kleinen Familie gefährdet.

Aber wie soll er das Leben seiner geliebten Tochter retten? Und wie weit kann er gehen, um sein Ziel zu erreichen? Micha begibt sich auf ein gefährliches Terrain und stellt seine eigenen Werte infrage. Regisseur Steffen Weinert greift ein Thema auf, das nicht oft genug angesprochen werden kann: In Deutschland gibt es immer noch viel zu wenig Menschen, die einen Organspenderausweis haben, deshalb sind viele Chancen auf Transplantationen, die Schwerkranken das Leben retten könnten, von vornherein vertan.  sg

Ab 6. Juni in den Kinos

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