Niemandsland – The Aftermath, GB 2018

1946 in Hamburg: Der Krieg ist vorbei, hat aber überall seine Spuren hinterlassen. Ausgerchnet in diesem Jahr ist der Winter eiskalt, was die Situation für die Bevölkerung noch schwerer macht. Rachael Morgan (Keira Knightley) kommt in dieser Zeit mit ihrem Sohn ins zerbombte Hamburg, um endlich wieder mit ihrem Ehemann Lewis (Jason Clarke), einem britischen Oberstleutnant, zusammen leben zu können.

Lewis soll helfen, die zerstörte Stadt wieder aufzubauen. Rachael hat keine Ahnung, auf was sie sich einlässt. Denn Lewis, dem ein herrschaftliches Anwesen zugeteilt wurde, will sich das Haus mit dessen deutschem Eigentümer, dem Witwer Stefan Lubert (Alexander Skarsgård) und seiner durch die Umstände sehr beun-ruhigten Tochter Freda (Flora Thiemann) teilen. Die Stimmung ist aufgeheizt, das Zusammenleben alles andere als einfach.

Doch es kommt, wie es in einer Situation, in der Verluste und Veränderungen ständig präsent sind, nicht anders kommen kann: Langsam verwandeln sich Feindschaft und Trauer in Leidenschaft und Betrug.

Ausgangspunkt für den Film von Regisseur James Kent, der hauptsächlich in Prag, aber auch am Bahnhof Rheinsberg und in Schleswig-Holstein gedreht wurde, ist der gleichnamige Roman von Rhidian Brook, der in Deutschland unter dem Titel "Niemandsland" erschienen ist. Kent habe nicht alles aus dem Buch herausgeholt, was möglich gewesen wäre, hieß es in ersten Kritiken, nachdem der Film Anfang März in die britischen Kinos kam. In jedem Fall bietet er aber ein interessantes Bild der Zeitgeschichte in einem zerstörten Land, die heute nur noch wenig bekannt ist. sg

Im Kino ab 11. April

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