Monsieur Claude 2, F 2019

Nachdem Marie und Claude Verneuil sich im ersten Teil dieser multikulturellen Familiensaga aus Frankreich daran gewöhnen mussten, dass ihre vier Töchter weitaus weniger nationalistisch-konservativ denken als ihre Eltern, sollen die beiden Ruheständler nun die Heimatländer der Schwiegersöhne besuchen. Algerien, China, die Elfenbeinküste und Israel stehen auf der Reiseroute und sollen ihnen näher gebracht werden.

In Tel Aviv steht den beiden eine vierstündige Leibesvisitation bevor, damit sie überhaupt ins Land gelassen werden, in China werden ihnen 100-jährige Eier serviert, in Afrika ist es den Vollblutfranzosen zu heiß. Einfach ist die Reise nicht, vor allem weil es Marie und Claude doch am besten in der heimischen Provinz gefällt. Dort warten Spezialitäten von französischen Schweinen und erstklassiger Rohmilchkäse auf sie, beides in ihren Augen viel besser als die traditionellen Gerichte der besuchten Länder.

Aber wie sollen sie den Kulturschock vor ihren Töchtern und deren Ehemännern verheimlichen? Die Schwiegersöhne sind zwar alle in Frankreich geboren, aber noch immer sehr empfindlich für jede Art der Diskriminierung. Beim sonntäglichen Familienessen platzt es dann auch aus Marie und Claude heraus: Obwohl sie eigentlich nur Gutes von ihrer Reise erzählen wollen, können sie ihre Reiseeindrücke nicht verschweigen. Denn eigentlich wollen die beiden Rentner ja vor allem Großeltern am heimischen Herd sein. Doch daraus könnte nichts werden, denn die Schwiegersöhne fühlen sich zunehmend unwohl in Frankreich und die vier Familien entscheiden fast zeitgleich, auszuwandern. Nach Algerien, China, Israel und Indien soll es gehen ... sg

Im Kino ab 4. April

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