Glück ist was für Weicheier, D 2018

Die zwölfjährige Jessica (Ella Frey) und ihre ältere Schwester Sabrina (Emilia Bernsdorf), Töchter des Bademeisters Stefan Gabriel (Martin Wuttke), haben es nicht leicht. Seit dem plötzlichen Unfalltod ihrer Mutter leben sie allein mit ihrem Vater. Jessica ist ziemlich burschikos, wird in der Schule immer wieder für einen Jungen gehalten und leidet unter seltsamen Ticks, die sie kaum verbergen kann. Sabrina hingegen, die sie über alles liebt, ist nicht nur hübsch, sondern scheint ihr Leben trotz einer schweren Krankheit gut im Griff zu haben und soweit es geht zu genießen.

Vater Stefan, der immer noch nicht über den Tod seiner Frau hinweggekommen ist, übt sich noch in seiner Rolle als alleinerziehender Vater zweier Teenager. In seiner Freizeit engagiert er sich als Sterbebegleiter in einem Hospiz und reflektiert so auch sein eigenes Leben. Zur Beruhigung hört er Musik mit Walgesängen. Eines Tages überrascht er Jessica mit einem langersehnten Geschenk: Sie bekommt Spikes-Turnschuhe.

Die müssen natürlich sofort ausprobiert werden, und zwar im Kampf mit ihrem italienischen Klassenkameraden Andrea, der hoffnungslos unterliegt. Verbal schlägt er jedoch erbarmungslos zurück, indem er bedauert, dass Sabrina und nicht Jessica sterben müsse. Für Sabrina würde Jessi alles tun, umso schlimmer bedrückt sie ein erneuter Rückfall ihrer Schwester. In einem Buch entdeckt sie eine These, nach der eine Krankheit durch Beischlaf auf einen anderen Menschen überspringt. Jetzt muss nur noch ein passender Junge gefunden werden und Sabrina wäre gerettet, malt sich Jessi aus.

In der Zwischenzeit muss sie allerdings selbst erst einmal zum Psychologen, nachdem sie im Unterricht über einen Mitschüler hergefallen ist und ihn gewürgt hat. Der Seelendoktor glaubt, dass sie ihre Ticks loswerden kann, wenn sie einen Freund findet, doch das ist gar nicht so einfach ... sg


Ab 7. Februar 2019 im Kino.

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