Der Junge muss an die frische Luft, D 2018

Ruhrgebiet Anfang der 1970er Jahre: Hans-Peter wohnt zusammen mit seinen Eltern Margret und Heinz und seinem Bruder Matthes im Haus von "Omma" Bertha und "Oppa" Hermann im ländlichen Kohlenpott. Auch Omma Änne mit ihrem Krämerladen wohnt nicht weit weg. Ihre Kunden beobachtet Hans-Peter mit Begeisterung.

Die Familie feiert gern und dann kommen auch immer alle zusammen. Aber der kleine Hans-Peter sticht etwas heraus: Er ist leicht pummelig und wird von seinen Mitschülern gehänselt. Seine Erscheinung weiß er jedoch zu nutzen. Parodien von Kunden seiner Oma, von Schlagersängern oder von TV-Figuren führt er vor seiner Familie auf und erntet großes Lob und Lacherfolge. Kein Wunder, dass er bald den Fernsehidolen nacheifern will.

Schließlich ziehen seine Eltern mit ihm nach Recklinghausen ins Haus der Großeltern Änne und Willi. Dort gibt es einen Garten und Hans-Peter darf sogar reiten lernen. Auch mit einer Mitschülerin freundet er sich an. Doch als der Karneval kommt, will sich der Junge unbedingt als Prinzessin verkleiden, seine Tante muss ihm dafür extra ein passendes Kleid nähen.

Während sein Vater beruflich viel unterwegs ist, kümmert sich die Mutter ausschließlich um Kinder und Haushalt. Eine verschleppte Kieferhöhlenentzündung führt bei Mutter Margret schließlich zu einer Depression und nur Hans-Peter kann sie noch aufheitern, denn einen Psychologen will sie nicht hinzuziehen.

Wenig später muss Hans-Peter erkennen, dass seine Mutter versucht hat, sich mit Schlaftabletten ins Jenseits zu befördern. Sie kommt ins Krankenhaus, kehrt aber nicht mehr zurück. Ab sofort kümmern sich die Großeltern wieder um die beiden Jungs. Im Schultheater, wo er die Hauptrolle wegen des Todes seiner Mutter nicht angenommen hat, übernimmt er nun eine kleine Nebenrolle und spielt sich dennoch nach oben. Die Karriere des Hape Kerkeling ist begründet ... sg

Im Kino ab 25. Dezember 2018

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