Astrid - Unga Astrid, S/D/DK 2018

Wer kennt sie nicht - Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter oder Michel aus Lönneberga, sie alle dürfen bis heute in keinem Kinderzimmer fehlen. Und, obwohl die Geschichten inzwischen etwas "aus der Zeit gefallen" erscheinen, ist kein anderer Name so untrennbar mit faszinierenden Kinderbüchern verbunden wie der von Astrid Lindgren.

Millionen Menschen weltweit haben ihre Geschichten gelesen oder vorgelesen. Astrid Lindgren war außerdem eine starke Kämpferin für die Rechte von Kindern. Ihre eigene Kindheit endete allerdings recht früh, als sie im Alter von 18 Jahren unehelich schwanger wurde. Im protestantischen Schweden der 1920er-Jahre war das ein Skandal. Der Film erzählt, wie die junge Astrid die Anfeindungen ihres Umfeldes überwindet und beginnt, ein freies, selbstbestimmtes Leben als moderne Frau zu führen.

Diese Erfahrungen haben auch ihre späteren Werke beeinflusst. Mit viel Fantasie hat Astrid Lindgren es geschafft, Figuren zu erfinden, die wir nicht vergessen. Sie sind ungestüm, rebellisch und frei, wie sie selbst es auch sein wollte. Immer wieder lehnte sie sich gegen Konventionen auf und kämpfte für ihr Glück.

Astrid Anna Emilia wurde 1907 auf einem Bauernhof in eine Welt hineingeboren, in der Frauen noch nicht wählen dürften und in der Ehe dem Mann unterstanden. Schon die junge Astrid lehnt sich auf, trägt den ersten Bubikopf weit und breit und zeigt Freigeist, indem sie mit Freundinnen auf Wanderungen oder ins Kino geht. Der Hollywood-Star Mary Pickford, den Astrid im Kino bewunderte, ist später Inspiration für ihre Heldin Pippi Langstrumpf. Der Film ist eine Liebeserklärung an eine starke Frau, die es geschafft hat, sich den bestehenden Normen von Geschlecht und Religion zu widersetzen.sg

Im Kino ab 6. Dezember 2018

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