Verleugnung / Denial, USA / GB 2016

Die Historikerin Deborah Lipstadt (Rachel Weisz) ist Professorin an einer amerikanischen Universität. 1993 veröffentlicht sie ein Buch zur Holocaustleugnung, das auch in Großbritannien erscheint. Da der britische Geschichtsrevisionist David Irving (Timothy Spall) sich in Lipstadts Veröffentlichung direkt angegriffen sieht, verlangt er vom Verlag, das Buch aus dem Verkehr zu ziehen.

Irving hat zuvor in etlichen eigenen Publikationen den Holocaust und auch die Vernichtung der Juden in den Gaskammern von Auschwitz bestritten. Als der Verlag sich weigert, Lipstadts Buch aus dem Programm zu nehmen, kommt es zu einem Prozess, bei dem die amerikanische Professorin unerwartet die historische Wahrheit verteidigen muss, denn Irving verklagt sie wegen Verleumdung.

Da im britischen Justizsystem der Beklagte beweisen muss, dass die Anschuldigungen nicht der Wahrheit entsprechen, muss Lipstadt sich Verteidiger suchen und gemeinsam mit ihnen, allen voran Richard Rampton (Tom Wilkinson), beweisen, dass der Holocaust tatsächlich stattgefunden hat. Gleichzeitig muss sie sich auch selbst verteidigen.

Doch Lipstadt will keinesfalls klein beigegen. Im Gegenteil: Die Absurdität der Situation spornt ihren Kampfgeist erst richtig an. Ein Vergleich kommt für sie nicht infrage, lieber stellt sie sich ganz offen ihrem unerbittlichen Gegner. Erst im März 2000 wurde die Klage abgewiesen und Lipstadt im Wesentlichen recht gegeben. Mick Jackson hat die unglaubliche, aber wahre Geschichte basierend auf Lipstadts Buch beeindruckend und mit hevorragender Besetzung verfilmt.  sg

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