Unterwegs mit Jacqueline - La vache, F 2016

Fatah lebt am Rand der Wüste und trällert französische Chansons, während er seinen Gemüsegarten pflegt. Halbglatze, weite Hosen und Brille, das ist Fatah.

In dem algerischen Dorf, in dem er mit seiner Frau Naïma und seinen beiden Töchtern wohnt, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Obwohl er nie woanders gelebt hat, träumt Fatah häufig von anderen Orten, zum Beispiel von der großen Landwirtschaftsschau, die jedes Jahr in Paris stattfindet.

Dort würde er gern seine wunderschöne Kuh Jacqueline präsentieren. Sie ist sein ganzer Stolz und er hat sich schon oft um eine Teilnahme beworben. Geklappt hat es jedoch noch nie. Wichtiger ist es aber sowieso, erstmal die beiden kleinen Mädchen zur Schule zu fahren und das Gemüse auf dem Markt zu verkaufen.

Doch dann hat der Briefträger eine Überraschung für Fatah: Aus Paris kommt die Zusage für die nächste Messe. Das halbe Dorf freut sich mit ihm, doch wie soll er die Reisekosten aufbringen? Anfahrt und Übernachtung werden nicht bezahlt.

Die schnell zusammengetrommelte Dorfgemeinschaft entschließt sich, ihm bei dieser einmaligen Gelegenheit zu helfen. Stolz und optimistisch zieht Fatah mit Jacqueline in die Fremde. Die Überfahrt nach Frankreich verläuft problemlos, doch gleich im Hafen von Marseille fangen die Schwierigkeiten an. Und der Weg nach Paris ist noch weit und voll ungeahnter Überraschungen ...  sg


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