Frau Müller muss weg, D 2014

Dass Eltern oft Probleme mit den Lehrern ihrer Kinder haben, ist nichts Neues, auch nicht, dass den Lehrern gern die Schuld am Scheitern der lieben Kleinen gegeben wird. Wer schulpflichtige Kinder hat, kennt die Situation. In Sönke Wortmanns neuem Film haben die Eltern der Klassenlehrerin jedoch den Krieg erklärt, denn alle haben Angst, dass ihre Brut es nicht aufs Gymnasium schafft. Und Gymnasium ist eben ein Muss für die Nachwuchselite.

Bei einem außerplanmäßigen Elternabend wollen fünf delegierte Eltern mit Frau Müller (Gabriela Maria Schmeide) abrechnen. Doch die Versammlung nimmt einen anderen Verlauf als sie dachten. Denn plötzlich ist es Frau Müller, die ihnen die Meinung geigt und dann schlagartig den Raum verlässt. Und schon beginnen die verlassenen Eltern sich gegenseitig zu beschimpfen, allen voran die Karrierefrau (Anke Engelke) gegen den Arbeitslosen (Justus von Dohnáhnyi). Das erfolgreiche Theaterstück des Berliner Gripstheaters ist in der Filmfassung genial besetzt und absolut sehenswert. Schräg und völlig überzogen werden sich so manche fast perfekte Eltern dort sicherlich wiederfinden. sg


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