Bücker-Werke: Viele Fragen zum städtebaulichen Vertrag

Bücker-Werke: Viele Fragen zum städtebaulichen Vertrag

Auf dem Areal der ehemaligen Bücker-Werke wird noch nicht gebaut, großen Diskussionsbedarf gibt es im Vorfeld jedoch schon. Symbolbild: Pixabay

Fraktionen wollen sich informieren, ehe sie sich positionieren

Rangsdorf. Am vergangenen Donnerstag fand im Seehotel Rangsdorf die Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt statt. Ein Großteil der Tagesordnung waren Berichte zur Entwicklung der ehemaligen Bücker-Werke durch Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) und den Investor Terraplan aus Nürnberg. Den Gemeindevertretern und Einwohnern sollten der Planungsstand und die ersten Ergebnisse der Verhandlungen vorgestellt werden.

Basis der Verhandlungen sind die Bebauungspläne, der städtebauliche Wettbewerb und das 2016 durch die Gemeindevertretung beschlossene Eckpunktepapier für das Gebiet. Verhandelt wird noch über Umfang und Konzept der Bebauung sowie über die Beteiligung durch den Investor an den Folgekosten für die soziale und verkehrliche Infrastruktur durch den Zuzug.

Die Fraktion SPD/Grüne hat einen umfangreichen Fragenkatalog an den Bürgermeister übergeben. Der Katalog gliedert sich in grundsätzliche Themen wie den Stand der Fachgutachten, aber auch Inhalte der städtebaulichen Verträge. Auch ein aktueller Terminplan sowie das städtebauliche Konzept bezüglich der Anzahl der Wohneinheiten und des Anteils mietpreisgebundener Wohnungen sowie die Größe der gesamten Wohnflächen interessiert die Ausschussmitglieder. Ein weiterer Teil beschäftigt sich mit der Verkehrsinfrastruktur. Erschließungskosten, Parkraumgestaltung, Zugang zum öffentlichen Nahverkehr, als das sind Themenfelder, über die Mitglieder des Bauausschusses informiert werden möchten. Dazu müssen Verkehrsprognosen aufgestellt werden und die Folgemaßnahmen durch zusätzliche Kita- und Schulplätze berechnet werden.

Erst nach Klärung dieser Punkte ist eine konkrete Positionierung der einzelnen Fraktionen möglich. Ziel ist es, mit dem Bauprojekt die Entwicklung der Gemeinde positiv zu beeinflussen und sie nicht zu belasten. Eine Baumaßnahme dieser Größenordnung, die sich mindestens über ein Jahrzehnt erstrecken wird, müsse nicht nur städtebaulich attraktiv sein. Sie sollte auch ressourcenschonend, klimaverträglich und für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner bezahlbar sein, heißt es aus der SPD-Fraktion. Dazu gehöre ein umweltorientiertes und zukunftsfähiges Mobilitätskonzept sowie die Sicherstellung der zusätzlichen sozialen Infrastruktur, so die Ausschussmitglieder.  red/sg

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