Regionaler und fairer Handel und nachhaltiger Konsum in TF

Online-Workshop: Erfahrungsaustausch und Vernetzung branchenübergreifend

Kurz vor dem Webinar-Grußwort per Videokamera: Dietlind Biesterfeld, Beigeordnete und D III, Andreas Bleschke, Klimaschutzkoordinator (v. r. n. l.).Foto: Landkreis TF

Luckenwalde. Um regionalen und fairen Handel und nachhaltigen Konsum in Teltow-Fläming ging es am 19. Februar 2021 auf Einladung der für Klimaschutz beim Landkreis zuständigen Beigeordneten Dietlind Biesterfeld bei einer Online-Veranstaltung, die von der Klimaschutzkoordinierungsstelle gemeinsam mit der Eine-Welt-Promotorin Maria Hösel vom Diakonischen Werk Teltow-Fläming e. V. angeboten wurde, fachlich unterstützt von Uwe Prüfer vom Entwicklungspolitischen Promotorprogramm.

Angebot zum Aufbau eines branchen- und nutzerübergreifenden Netzwerkes
Per Bildschirm waren mehr als 40 Teilnehmende aus dem Kreisgebiet und auch darüber hinaus zugeschaltet. Hierzu zählten engagierte Bürger*innen, regionale Lebensmittelproduzent*innen, Betreiber*innen von Restaurants, Hotels, Einzelhandel und Wochenmärkten, Beschäftige aus Kommunen und einem Ministerium, Lehrkräfte aus Schulen und weitere Interessierte.
Dietlind Biesterfeld, die für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zuständige Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming, unterstrich in ihrem Grußwort: „Ich freue mich sehr über das rege Interesse an unserem Vernetzungsworkshop und bin sicher, dass solche Veranstaltungen dazu beitragen, hier vor Ort fairen Handel und Konsum voranzubringen. Pandemiebedingt werden seit Monaten Transport- und Lieferketten gestört. Die im globalen Süden ohnehin vorhandenen sozio-ökonomischen Ungleichheiten und beklagenswerten Zustände von der Zahlung von Hungerlöhnen, über gefährliche Arbeitsbedingungen, bis zum Raubbau an der Natur werden dadurch noch verstärkt.
Umso bedeutender ist es, auf regional und nachhaltig erzeugte Waren zurückzugreifen und zu wissen, wo es was gibt. Auch können wir darauf achten, dass unsere Konsumgüter unter möglichst optimalen Standards hergestellt und transportiert werden - also fair gehandelte Produkte sind. Bei all dem zählt unser aller Konsumverhalten: nachhaltig, kritisch und bewusst.“

Verknüpfung bestehender Akteure und Netzwerke, Ideenbörse
Bereits heute sind zahlreiche Akteur*innen im Landkreis aktiv; in der Direktvermarktung, Eine-Welt-Läden, im Einzelhandel und Cafés bieten sie Waren an, die regional erzeugt oder fair gehandelt sind. Viele Weitere möchten sich vernetzen und anschließen.
In der Online-Diskussion wurde deutlich, dass eine kreisweite, branchenübergreifende Vernetzungs- und Austauschplattform gewünscht wird. Die Online-Veranstaltung wurde als erster Schritt in diese Richtung gewertet. Das von der Klimaschutzkoordinierungsstelle initiierte Format bietet die Möglichkeit, gemeinsam Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
So boten zahlreiche Akteurinnen und Akteure Ihre Unterstützung bei der Verstetigung des Netzwerkes „Regionaler und fairer Handel und nachhaltiger Konsum“ an. Inspiriert durch die Erfahrungsberichte von Nicole Saile, Promotorin für Fairen Handel beim Weltladen-Dachverband e. V. und von Marion Duppel, die als Eine-Welt-Promotorin die Fairtrade-Stadt Neuruppin begleitet, wurden auch gleich Vorschläge für zusätzliche Aktivitäten eingebracht.

Natürlich geht es weiter – Sie sind eingeladen!
Eingeladen zur Vernetzung und Umsetzung sind alle Interessierten, die entsprechende Waren erzeugen, verarbeiten, mit diesen handeln oder sie nutzen - oder dieses zukünftig vorhaben. Neben Produkten des täglichen Bedarfs wie Lebens- und Genussmittel ist beispielsweise auch an Bälle in Schulen und Sportvereinen, Kleidung, Kosmetik, Schmuck und Dekoration zu denken.
Bereits am 29. April 2021 ist das nächste – vermutlich ebenfalls virtuelle - Treffen geplant. Die Teilnahme ist auch ohne PC und Kamera, nur per Telefon, möglich. In mehreren Untergruppen können sich Sie sich dann vernetzen, Ideen entwickeln, Maßnahmen planen und vorbereiten.
Sofern Sie sich noch nicht im Einladungsverteiler des ersten Seminars befinden, können Sie Ihr Interesse an der kostenlosen Teilnahme an der Veranstaltung am 29. April unter klimaschutz@teltow-flaeming.de bzw. Telefon 03371 / 608 2400 anmelden.

Virtuelle Veranstaltung – ein Plus für den Klimaschutz
„Wenngleich dieses – coronabedingt eingeführte - Format den ganz persönlichen Austausch zwischen den Menschen erschwert – ist er doch möglich - über die private Chatfunktion. Und erfahrungsgemäß sind der Einzugsbereich und der Kreis der Teilnehmenden bei virtuellen Konferenzen oftmals größer als bei Präsenzveranstaltungen. Allein die wegfallenden An- und Abreisezeiten ermöglichen auch kurzfristige Teilnahmen - und ganz nebenbei wird durch die verzichteten Fahrten auch noch Kohlendioxid eingespart“, resümiert Dietlind Biesterfeld die positiven Nebenwirkungen des Webinars. Ebenso wie der Klimaschutzkoordinator sprach sie allen am Netzwerktreffen Teilnehmenden einen Dank der Verwaltungsleitung aus und wünscht viel Erfolg bei einem „Restart nach dem Lockdown“ in eine nachhaltigere Zukunft mit gestärktem regionalen und fairem Handel. red

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