Richtig Dämmen hilft Heizkosten sparen

Energietipp des Monats Februar

Potsdam. Eine gute Dämmung sorgt im Winter wie im Sommer für angenehme Temperaturen im eigenen Haus und kann Bauschäden vorbeugen. Dies steigert den Wert der Immobilie und spart Heizkosten. Was Hausbesitzer beim Dämmen beachten müssen, verrät die Verbraucherzentrale Brandenburg.

Vorteile einer guten Dämmung
Oftmals sind wenig oder gar nicht gedämmte Räume der Grund für zu niedrige oder zu hohe Temperaturen im Eigenheim. Besonders bei älteren Häusern zahlt sich eine energetische Sanierung in der Regel sehr schnell aus.
„Dämmmaßnahmen können die Optik der Fassade verbessern und Bauschäden vorbeugen, eine gute Investition für Besitzer:innen von Eigenheimen, um den Wert der Immobilie zu steigern“, so Christian Stock, Energieberater der Verbraucherzentrale Brandenburg in Luckenwalde. „Zudem senkt eine bessere Dämmung die Heizkosten erheblich und fördert die Behaglichkeit“, ergänzt der Gebäudeexperte.

Qualifizierte Ausführung wichtig
Bei allen Dämmmaßnahmen am Haus ist eine fachgerechte Ausführung wichtig. Eine sorgfältige Planung und qualifizierte Bauüberwachung sind von Nöten. „Generell ist es ratsam, vor jeder Dämmmaßnahme einen Sachverständigen zu Rate zu ziehen und für größere Projekte einen Energieberater und eine Fachfirma zu beauftragen“, rät Stock.

Dämmung selbst durchführen
Heimwerker:innen können kleinere Dämmmaßnahmen mit geringem finanziellem Aufwand und etwas handwerklichem Geschick gegebenenfalls selbst durchführen. Für eine selbstständige Durchführung eignen sich zum Beispiel die Decke im unbeheizten Keller oder die begehbare oberste Geschossdecke des Dachbodens. Stock gibt allerdings zu bedenken: „Für eine Dämmung muss die Bausubstanz trocken sein. Andernfalls sollten Fachleute zunächst die Ursache der Feuchtigkeit klären und diese beseitigen.“ Vor der Dämmung sollten zudem errechnet werden, wie viel niedriger der Raum dadurch werden darf. Dies beeinflusst auch die Wahl des Dämmstoffes.

Eine gute Dämmung mit passendem Material
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Dämmstoffen für unterschiedliche Verwendungszwecke. Wer bei der Dämmung am Eigenheim Wert auf Nachhaltigkeit legt, kann zum Beispiel Zellulose, Hanf, Flachs oder Holzfaser wählen.

Unabhängige Beratung in Anspruch nehmen
Verbraucher können bei Fragen zum Thema Dämmung, Fördermittel oder Energiesparen die Energieberatung der Verbraucherzentrale Brandenburg in Anspruch nehmen. Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Beratung momentan nur telefonisch statt. Termine für eine kostenlose Rückrufberatung können unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo-Fr 9-18 Uhr) vereinbart werden. Weitere Informationen gibt es unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Über die Energieberatung der Verbraucherzentrale
Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher:innen mit derzeit rund 600 Energieberater und an mehr als 800 Standorten in eine energie-bewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 100.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise zu Energiesparen, Wärmedämmung, moderner Heiztechnik und erneuerbaren Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von 50 km Länge voller Steinkohle entspricht. Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. red

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