Willkommen in der Tier-WG

Neue Stallungen für Ziege, Lama, Schaf und Co. im Heimattierpark Dahme

Tierparkleiterin Christiane Kolisch (r.) und Praktikantin Bianca Astfort freuen sich, dass auch für „Peggy“, Schecky“ und „Brauny“ bald ein schicker, neuer und moderner Stall gebaut wird.Foto: fdk

Dahme/Mark. Egal wen man fragt in der Stadt oder der Umgebung, ist die Rede von Entspannung, viel Grün und Tieren, dann heißt es: „Auf in den Schlosspark, wo auch der Tierpark ist!“
Im Jahr 1901 mit der Errichtung eines Damwildgeheges im ehemaligen Schlossgraben gegründet, warten im Dahmer Heimattierpark heute neben Damwild, Zwergesel, Zwergziegen, Kamerunschafe, Meerschweinchen, Lama, Geflügel auch die possierlichen Nasenbären auf interessierte Besucher. Dann nämlich können sie zeigen - die tierischen Bewohner - dass Meerschweinchen sehr gesellig, Ziegen nicht immer zickig und überhaupt Esel alles andere als nur störrisch sind. Das kommt an und so zieht es regelmäßig Familien, Kinder aus Kita oder Schule und täglich sogar die Bewohner der Senioreneinrichtungen aufs Areal. Tier trifft Mensch und Mensch trifft Tier und ganz nebenbei das herrliche Ensemble alter Bäume, eines lauschigen Teiches, wie modernen Spielplatzes.

Doch gleich vis a vis von letzterem deutet sich Großes an. Etwas Neues entsteht, denn für Esel, Lama, Schaf und Co. heißt es bald: Willkommen in der Tier-WG! So darf man es nennen, denn der für dieses Jahr geplante Bau eines neuen Stallgebäudes, lässt die eben genannten Vierbeiner zur Nacht und auch Schlecht-Wetter bald zusammen kommen - unter dem Dach eines schicken neuen Hauses, ganz aus Holz.

Christina Denkel, stellvertretende Amtsdirektorin und Leiterin der Abteilung II, erklärt: „Nachdem 2019 der neue Spielplatz eröffnet wurde, wird nun der Tierpark schöner. Ein altes, ehemals als Umkleide für den Sportplatz genutztes Gebäude kommt weg und gleich nebenan entsteht ein 25 mal 10 Meter großer Neubau. Als Stallung für die Esel, Ziegen, Schafe und Lama „Heinrich“ gedacht. Die Planung läuft und nach dann erfolgter Ausschreibung könnte der Baustart noch im Sommer sein. Im zweiten Bauabschnitt wird dann das Wirtschaftsgebäude umgebaut, wo sich Lager, Aufenthaltsräume und die Futterküchen befinden. Nach den Umzugsmaßnahmen während der Umbauten werden auch einige seit Jahren ungenutzte Gehege abgebaut. Zudem soll der Zaun des Damwildgeheges etwas nach hinten versetzt werden. Die Kosten liegen bei rund 500.000 Euro, wobei 80 Prozent davon Städtebaufördermittel sind. Wir freuen uns, dass dieses Projekt nun startet.“ Und wer sich darüber ganz besonders freut, das ist Tierpflegerin Christiane Kolisch.

Ein gewinnendes Lächeln und immer einen flotten Spruch auf den Lippen, so kennt man die 55-jährige Cheftierpflegerin, die nun 30 Jahre beruflich mit und für die Bewohner des Tierparks und seine Besucher und Unterstützer lebt. „Theorie war nie so mein Ding, ich liebe Natur und die Tiere. Als junge Frau habe ich vier Jahre lang im Kälberstall gelernt und als sich 1987 die Chance im Tierpark bot, habe ich zugegriffen. Und es nie bereut, denn mit Tieren zu arbeiten, das ist wahres Glück. Sie sind nie bösartig, eigentlich die besseren Menschen und wenn sie dir etwas tun, hast du etwas verkehrt gemacht. Natürlich gab es auch traurige Zeiten. So beispielsweise wenn ein Tier sehr alt oder krank war und man nach Nächten der Sterbewache dann am Morgen doch begreifen musste, dass ein Tier, welches man jahrelang kannte,den Kampf gegen den Tod verloren hat. Doch dann kommen wieder Tage, an denen mit Geburten etwas ganz neues beginnt“, so die Tierpflegerin, die gerne auch für die Besucher da ist: „Ich möchte an dieser Stelle einmal ganz herzlich danke sagen. All jenen, die uns durch Geld oder Futterspenden unterstützen oder einfach immer wieder da sind, um unseren bald noch schöneren Tierpark zu genießen“, so die Tierpflegerin die scherzhaft meint, sie sei an Lebensjahren das  wohl älteste Tier im Park und habe schon daher unzählige Erlebnisse mit oder um die Tiere gehabt, die sie nie vergessen wird.

„Früher gab es hier auch einen Dingo, Affen oder Meerkatzen und manchmal träume ich von Krokodilen in unserem Teich. Das geht natürlich nicht, denn wir sind ja ein Heimattierpark.“ Und der wird demnächst noch sehr viel schöner, damit sich Bewohner, wie auch Gäste wohlfühlen und vielleicht etwas erneut entstehen kann, was es einst gegeben hat: Tierparkfeste und Ostereiersuche, ich wäre glücklich, wenn es das einmal wieder gäbe und sich gar wie einst eine Interessengemeinschaft Tierpark gründen würde, um unseren Tierpark noch attraktiver zu machen.“
Das ist aktuell zwar noch reine Zukunftsmusik, doch ein anderer Traum der Tierpflegerin könnte in diesem Jahr vielleicht in Erfüllung gehen: „Ich wünsche mir so sehr, dass die Tiere den kommenden Winter schon in ihrem neuen schicken Haus erleben werden!“   fdk

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