Betrügerische Inkassoschreiben im Umlauf

Verbraucherzentrale warnt vor Überweisungen ins Ausland

Potsdam. Derzeit wenden sich viele verunsicherte Brandenburger an die Verbraucherzentrale, die Post von dem vermeintlichen Inkassounternehmen PORTEX INKASSO AG erhalten haben. Die Verbraucherzentrale rät: „Zahlen Sie nicht!“

Die Schreiben, die der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) vorliegen, gaukeln dem Empfänger vor, dass er einen Vertrag über eine Teilnahme an einem Gewinnspiel namens „TOP100 Gewinnspiele / EUROJACKPOT-49“ abgeschlossen habe. Neben der Hauptforderung macht der dreiste Absender Mahnkosten und vorgerichtliche Inkassokosten geltend. Die vom Verbraucher verlangte Summe beträgt rund 280 Euro und soll auf ein französisches Konto überwiesen werden. Erkennbar ist dies an der IBAN, die mit dem Kürzel „FR“ beginnt.
„Sollten Sie ein solches Schreiben erhalten haben, zahlen Sie auf keinen Fall“, sagt Juristin Stefanie Kahnert. Dem Anschreiben liegen auch eine vorgefertigte Kündigung und ein Überweisungsschein bei. „Senden Sie diese Dokumente keinesfalls ausgefüllt und unterzeichnet an den Absender. Erstatten Sie stattdessen besser Anzeige bei der Polizei“, so die Verbraucherexpertin weiter.

Schon im Dezember 2019 waren quasi inhaltsgleiche Schreiben im Umlauf, damals firmierten die Abzocker unter EXPRO Inkasso AG und PLUS INKASSO AG. Die Verbraucherzentrale hat eine Schwarzliste mit bekannten unseriösen IBANs zusammengestellt. Verbraucher, die ein unseriöses Inkassoschreiben mit einer noch nicht verzeichneten IBAN erhalten haben, können dies der Verbraucherzentrale Brandenburg melden: www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/beschwerde-box . red

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