Wat van Wat up Flämingplatt

Neues Buch von Karlheinz Niendorf / Geschichte der Region und Mundart erforscht

Karlheinz Niendorf (r.) überreicht eines der beiden Bücher für die Stadt an Arne Raue. Niendorf war es wichtig, dass sein Werk in gute Hände, in den Fundus der Stadt kommt, um Geschichten und Geschichte rund um „Fläming-Platt“ für alle Zeiten zu erhalten.Foto: fdk

Jüterbog. Dass „Helten“ eigentlich Holzpantoffel und „Päerde“ Pferde sind, all das und viel mehr liest man im neuen Buch „Watt van Wat up Flämingplatt von Karlheinz Niendorf. Mit diesem Buch will der Autor die hiesige Mundart durch viele Erzählungen und anderweitige Texte anschaulicher machen. Nach der kriegerischen Osterweiterung 1157 durch den Magdeburger Erzbischof Wichmann wurden im Jüterboger Land flamische Siedler angeworben und angesiedelt. Sie brachten neben ihren Familien, ihrem wenigen Hab und Gut auch ihre Sprache mit wie sie in ihrer aufgegebenen Heimat im flandrischen Flamland gesprochen wurde.

So entstand im späteren Fläming eine Insel in Sprache, Recht und Kultur, die sich nach und nach durch fortgesetzten flamischen Zuzug erweiterte. Karlheinz Niendorf, ist sich seiner flamischen Abstammung bewusst, fühlt sich dieser verpflichtet! Dieses will er insbesondere mit den Überbleibseln der von den flamischen Siedlern mitgebrachten Sprache in diesem erschienenen Buch versuchen zu belegen, wie er es auch in seinem vorangegangenen Buch „Sprachverwandtschaften zwischen dem Flamisch-Niederländischen und dem Flämingsplatt“ getan hat. Niendorf, der im September seinen 90. Geburtstag feiert, sich heute mit E-Bike-Fahren und Hanteltraining körperlich fit hält, meint zum Thema „Gesund alt werden“: „Man kann alles tun, nur eben in Maßen, denn Übertreibung bringt nichts Gutes mit sich.“

Arne Raue, der Niendorf selbst als kritischen aber stets fairen Mann beschreibt, sagte nach dem Besuch: „Ein beeindruckender Mann und ein Werk, das Hochachtung verdient!“ Das Buch ist auf Anfrage beim Autor ab sofort zu haben. Da es nicht im öffentlichen Buchhandel zu bekommen ist, können sich Interessierte direkt beim Autor, via 03372 / 405650 oder per Mail: nienka@web.de melden. red/fdk

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