...da ist noch Luft nach oben!

Anwohnerin im Waldauer Weg zu den laufenden Straßenbauarbeiten

„Der letzte Regen ist schon einige Tage her, doch die Fußstapfen, die Postmann im Matsch hinterließ, sind noch deutlich zu sehen“, so Rita Arndt.Foto: fdk

Jüterbog. Nichts ist so gut, als das es nicht auch besser ginge! Ein Satz, den Rita Arndt, Anwohnerin aus dem Waldauer Weg, wo aktuell umfangreiche  Straßenbauarbeiten laufen, wohl unterschreiben würde.
Fehlende Übergänge (wie jene in der Baustelle Pferdestraße aktuell), Matsch nach Regenfällen, große Umwege, fehlende Beleuchtung und zu wenig Information und Kommunikation zwischen Anwohnern und denen am Bauprojekt involvierten Behörden - die Liste ihrer Klagen ist lang. „Es ist sehr belastend, denn mit all diesen Beeinträchtigungen haben wir im Vorfeld so nicht gerechnet“, sagt Arndt, die wie etliche ihrer Nachbarn wohl auch, einiges an Verbesserungsvorschlägen einbringen kann und meint, „...dass man bei Beginn des zweiten Bauabschnitts in unserer Straße, einfach vieles besser machen kann.“
So wünscht sich Arndt, dass bei Bürgerversammlungen zum Thema konkret zu erwartende Beeinträchtigungen auf den Tisch kommen, man mit seinen Belangen auch im städtischen Bauamt auf mehr Feingefühl stoße und dass quasi alles mögliche getan wird, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

„Wenn es regnet, watet man durch knöcheltiefen Schlamm zu seinem Haus und nicht einmal der Postmann kommt an jeden Briefkasten heran. Was ist, wenn hier ein Notfall eintritt, wir haben hier viele ältere Anwohner. Auch dass die Umleitung für Anwohner und den Rettungsdienst, vorbei am Rohrteich, nicht auf den verstärkten Verkehr vorbereitet wurde, ist schade. Der Weg weist schon jetzt, zwei Monate nach Baubeginn, große Löcher auf“, so Arndt, die fragt, warum nicht beispielsweise der Landweg, also der verlängerte Waldauer Weg, der bis zur Nuthebrücke geht und dort auf die B102 trifft, als Umleitung hätte genutzt werden können.

„Viele, die zum Friedhof wollen, nehmen lange Umwege in Kauf“, so die Anwohnerin, die dennoch von etwas sehr Gutem, im Zusammenhang mit den Baustellen-Beeinträchtigungen spricht. „Die Nachbarschaft wächst unter solchen Umständen noch viel mehr zusammen, man ist mehr noch für einander da,  als bisher schon. Nachbarn helfen mit den Mülltonnen, nehmen Post oder Pakete entgegen und vieles mehr“, so die 66-Jährige.
Nein, nur meckern will sie nicht, wie sie sagt. Ihr geht es darum, dass nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes, dann bei den beiden weiteren, eben einiges anders gemacht wird.

Bürgermeister Arne Raue, den Rita Arndt als ersten Ansprechpartner für derartige Belange im Ort sieht, meinte dazu: „Ja es stimmt, eine zweite Bürgerversammlung hat es im Vorfeld nicht gegeben. Ich weiß, dass Bauarbeiten vor der eigenen Haustür immer mit Stress und Beeinträchtigungen einher gehen. In der ersten Bürgerversammlung wurde gesagt, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und sollte es gravierende Klagen der Anwohner geben, sollten sie sich in jedem Fall an den Beauftragen der Arbeiten wenden. Und das ist der Kreis. Natürlich werde ich die Anregungen von Frau Arndt prüfen und mir auch einen Überblick zum Zustand der für die Anlieger eingerichteten, Umleitung machen.“ fdk

Kommentare

  1. User
    conquist Teltow Fläming, Do, 22.08.2019 11:25

    Die Klagen der Anwohner kann man verstehen. Aber warum ist das so? Weil jede Baumaßnahme die verhindern würde, dass die Anwohner im Schlamm laufen mussen Geld kostet und den Arbeitsablauf aufwendiger gestalten würde. Ein verantwortlicher Politiker, der für seine Bürger da sein sollte, hätte diese berechtigten Bürgeranliegen dem Kreis gegenüber rechtzeitig vertreten und durchsetzten müssen, also vor Baubeginn, auch wenn es Mehrkosten verursacht. Die Nachlässigkeit der Verantwortlichen Politiker und ausführenden Ämter in der vorausschauenden Planung eines Bauvorhabens kann der Bürger jetzt seinen Ärger bei der Wahl zum Ausdruck bringen.

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