Dank Beregnung stabilere Erträge

ELER-Projekt des Monats

Beregnungsanlage. Foto: Christian Hildmann

Dahme/Mark.

Das Brandenburger Landwirtschaftsministerium stellt regelmäßig ein Förderprojekt in den Mittelpunkt, das aus dem Agrarfonds ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) unterstützt wird.
Das Projekt des Monats Juli zeigt, wie neue Kreisberegnungsanlagen zum Einsatz kommen, um stabilere Erträge auf schwierigen Ackerstandorten zu erzielen. Die Agrargesellschaft Niederer Fläming mbH Petkus in Dahme/Mark baut Getreide, Mais und Ackerfrüchte an. Die bewirtschafteten Flächen liegen überwiegend auf diluvialen (diluere ‚wegwaschen‘) Sandböden. Solche Böden sind in der Regel trocken, nährstoffarm und trocknen schnell ab. Die Fähigkeit, Wasser per Kapillartransport aus den unteren Schichten nach oben zu fördern, ist sehr gering oder gar nicht vorhanden. Bei einer jährlichen Regenmenge von nur 550 Millimetern und rauen Wintern können im brandenburgischen Ackerbau bei sehr günstiger Niederschlagsverteilung im Herbst und Frühjahr gute Erträge erzielt werden. Problematisch bleibt aber die Unstetigkeit der Erträge durch fehlenden Niederschlag in besonders ertragsbestimmenden Stadien sowie die geringe Wasserspeicherkapazität der Böden, wie dies zum Beispiel 2018 der Fall war und auch 2019 wartet bereits mit neuen Temperaturrekorden auf.
Am empfindlichsten reagiert Mais auf Wassermangel bis zum Ende der Blüte. Durch eine unzureichende Befruchtung kann ein geringer Kornansatz auftreten. Eine schlechte Kornentwicklung bei Körner-, aber auch Silomais kann später nicht mehr kompensiert werden.


Der Ertrag ist also besonders eng mit den Niederschlägen im Juni und Juli verknüpft. Die Agrargesellschaft Niederer Fläming hat sich für Investitionen in Kreisberegnungsanlagen entschieden, die neben Mais, auch bei Getreide und Kartoffeln zum Einsatz kommen, da sich die notwendigen Hauptberegnungszeiten nicht überlagern und die Kreisberegnungsanlagen sich so optimal einsetzen lassen.
Mit diesen neuen Anlagen werden seit Juni 2017 Flächen von 13,4 Hektar und weiteren 42,5 Hektar beregnet. Die notwendigen Erdbau- und Installationsmaßnahmen konnten im Mai davor abgeschlossen werden.
Mit Hilfe des Europäischen Landwirtschaftsfonds ELER konnten 2017 Kreisberegnungsanlagen angeschafft werden. Die Gesamtinvestition belief sich auf 109.518 Euro, wovon 18.406 Euro gefördert worden sind – 13.804 Euro aus ELER-Mitteln und 4.602 Euro aus Landesmitteln. red

Kommentare

  1. User
    Wünsdorfer Zossen, Sa, 13.07.2019 09:12

    täuscht mich mein Gedächnis? Hatten in der brandenburger Region die LPG´s zu DDR-Zeiten nicht ein Vielfaches an Beregnungsanlagen gegenüber heute?

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