15. Internationales Workcamp

15. Internationales Workcamp

Weit über den Erdball verteilt sind die Herkunftsländer der Jugendlichen im Alter von 16 bis 23 Jahren. In den nächsten 3 Wochen werden sie sich unter Anleitung des Landschaftspflegevereins Mittelbrandenburg e.V. in der Rangsdorfer Ortsmitte im Klimagarten für Natur und Landschaft engagieren. Fotos: Reuter

Nächste Runde Klimagarten!

Rangsdorf. Es ist so weit: 14 jugendliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestreiten das mittlerweile 15. Internationale Workcamp in Rangsdorf! Weit über den Erdball verteilt sind die Herkunftsländer der Jugendlichen im Alter von 16 bis 23 Jahren. Sie sind am Wochenende aus Albanien, Algerien, Armenien, Italien, Mexiko, Russland, Spanien, Tschechien sowie aus der Türkei und Deutschland angereist. In den nächsten drei Wochen werden sie sich unter Anleitung des Landschaftspflegevereins Mittelbrandenburg e.V. in der Rangsdorfer Ortsmitte im Klimagarten für Natur und Landschaft engagieren. Den Auftakt bildete eine gemeinsame Radtour. Sabine Zimmermann und Markus Mohn, beide vom Landschaftspflegeverein, stellen den Ort und seine Besonderheiten auch im 15. Jahr mit Elan und Begeisterung vor.

„Die Kennlerntour wird jedes Jahr ein Stückchen länger, weil wir auch immer wieder die Ergebnisse der vorangegangenen Workcamps vorstellen“, freut sich Mohn. Natürlich gehört auch ein Zwischenstopp am Rathaus Rangsdorf mit einem Blick ins Tourismusbüro zur Fahrstrecke. Das Internationale Workcamp, unterstützt von der Gemeinde Rangsdorf und der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, hat es sich seit 2005 zur Aufgabe gemacht, Jugendliche aus aller Welt für die Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft zu begeistern. Außerdem erwartet die Teilnehmer ein Rahmenprogramm mit verschiedenen Ausflügen in Berlin und Brandenburg und Führungen z.B. im Deutschen Bundestag oder an der Gedenkstätte Berliner Mauer. Dr. Manfred Bobke-von Camen, Geschäftsführer Personal der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Wir freuen uns, dass wir als Flughafengesellschaft das Internationale Workcamp nun bereits seit 15 Jahren unterstützen können. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen aus verschiedenen Kulturen sich gemeinsam für die Umwelt engagieren. Die Aufwertung des Klimagartens kommt somit nicht nur den Anwohnern und Anwohnerinnen der Gemeinde Rangsdorf zugute, sondern trägt auch zur nachhaltigen Entwicklung in der Flughafenregion bei.“

Schon 2017 fand das Internationale Workcamp auf dem gemeindeeigenen Grundstück statt. Während vor zwei Jahren aus der mit Schutt und Unrat verunstalteten Fläche die Basis für den Klimagarten Rangsdorf geschaffen wurde, erhält das Naturareal nun konkrete Aufwertungen. Es werden Beetanlagen eingefasst, die später von Rangsdorfer Kindereinrichtungen genutzt werden. Für die Aufenthaltsqualität wird eine einzurichtende Sitzecke mit einem Sonnensegel überspannt, die Geländestufen werden jetzt mit Rampen und damit besucherfreundlich hergestellt, Insekten und Kleintiere wie Kröten oder Igel erhalten Unterschlüpfe. Aber nicht alle Aufgaben und Ziele sind bereits vorgegeben. „Wie jedes Jahr fordern wir den Ideenreichtum und die Kreativität der Jugendlichen heraus, um auch Ungeplantes entstehen zu lassen“ so Markus Mohn, der als Landschaftsplaner stets vor Ort dabei ist. Bei dem Projekt werden die Jugendlichen ungeachtet ihrer Hautfarbe, Religion und Herkunft als Team gemeinsam anpacken. Hinter der Idee des Internationalen Workcamps steht das Verbinden verschiedenster Kulturen durch gemeinsames Arbeiten in der Natur. Erstmals ausgerichtet wurde das Internationale Workcamp im Jahr 2005.

Veranstalter sind der Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e. V. und der Verein Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Seitdem haben sich bereits 244 Jugendliche aus 39 Nationen um den Natur- und Landschaftsraum Rangsdorf verdient gemacht. Im Zuge der Errichtung des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) setzt die Flughafengesellschaft langfristig zahlreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen um mit dem Ziel, das natürliche Gleichgewicht im Lebensraum rund um den BER zu bewahren und zu verbessern.

Das umfangreichste dieser Projekte ist die ökologische Aufwertung der Zülowniederung, einer landwirtschaftlich genutzten Niederungs- und Kulturlandschaft zwischen Mittenwalde, Dabendorf und Rangsdorf mit einer Größe von etwa 2.600 Hektar. Rangsdorf ist dank seiner guten Anbindung über Straße und Schiene das Tor zur Zülowniederung und idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Natur. Neben Dorfanger mit Kirche und Kunstgalerien ist der Klimagarten ebenso wie das Strandbad am Rangsdorfer See nach rund 15 Gehminuten vom Bahnhof Rangsdorf (RE5 und RE7) entfernt. red/jr

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