100 Jahre Weltkriegsende

Gedenken erhalten

Dirk Steinhausen. Foto: Reuter

In Großbeeren selbst waren 4 Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen aus Großbeeren am Schinkel-Obelisk befestigt. Foto: Steinhausen

Großbeeren. Am 11. November 1918 trat der Waffenstillstand für den 1.Weltkrieg in Kraft. Die Friedensbedingungen wurden in den Jahren 1919 bis 1923 in den Pariser Vorortverträgen geregelt. Von den Verlierermächten konnte lediglich Bulgarien die staatliche Grenzen der Vorkriegszeit behalten, das Osmanische Reich und Österreich-Ungarn zerfielen, in Russland ging das Zarentum unter, in Deutschland das Kaiserreich. In vielen Gemeinden wurden in den Jahren danach Denkmäler aufgestellt mit den gefallenen deutschen Kriegsteilnehmern. So auch in der Gemeinde Großbeeren. Zumindest in den Ortsteilen existieren die Denkmäler heute noch. In Großbeeren selbst waren 4 Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen aus Großbeeren am Schinkel-Obelisk befestigt.

Leider sind diese Gedenktafeln mit den Namen bei einer Sanierung des Denkmals verloren gegangen. Bei einem der letzten Ideen-Stammtische der Bürgerinitiative „Wir für Großbeeren“ wurde durch Manfred Michael, der die letzte Chronik der Gemeinde verfasst hat, daraufhin gewiesen. Die Namen sind größtenteils bekannt.

„Wir müssen unsere Ortsgeschichte wieder stärker betonen,“ fordert Manfred Michael. Michael schwebt hier ein historischer Pfad durch die Gemeinde Großbeeren vor. Schnell war man sich einig, dass die Ortsgeschichte in den Denkmälern sichtbar werden muss. „Sich seiner Geschichte bewusst sein, auch wenn sie hierbei schmerzhaft und dunkel sein mag, ist immer lehrreich, und notwenidig um daraus zukunftsfähige Schlüsse zu ziehen“, so Dirk Steinhausen, Gemeindevertreter (Wir für Großbeeren).

„Wir wollen den vielen Toten Gedenken und gleichzeitig ist es Mahnung für die Lebenden.“ Die Idee einen historischen Pfad im Gemeindegebiet anzulegen, um die vielfältige Geschichte des Ortes erlebbar zu machen, fand allgemeine Zustimmung. „Hierzu muss konzeptionell gearbeitet werden. Wünschenswert wäre, wenn das zur 750-Jahrfeier von Großbeeren, im Jahr 2021, fertig wäre, damit es dann auch touristisch nutzbar ist", so Steinhausen abschließend. red/jr

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