Junge Union Großbeeren trifft SPD Bürgermeister Tobias Borstel

„Runden Tisch“ wurde empfohlen

Die Jungen Union Großbeeren zu Gast bei Tobias Borstel, Bürgermeister von Großbeeren. Foto: Junge Union

Großbeeren. Die Gemeinde Großbeeren mit ihren Ortsteilen Diedersdorf, Kleinbeeren und Heinersdorf haben seit dem 1. Juni 2018 einen neuen Bürgermeister gewählt. Daher war es der Jungen Union Großbeeren um ihren Vorsitzenden Martin Wonneberger ein Selbstverständnis den neuen Bürgermeister persönlich einmal kennenlernen zu dürfen.

Junge Union: Herr Bürgermeister, warum haben Sie gegenwärtig kein Interesse an der von der FDP initiierten fraktionsübergreifenden Aussprache?

Tobias Borstel: Ich war innerhalb des Prozesses nicht meinungsgebend. Die SPD-Fraktion sieht aber gegenwärtig keine Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Abhandengekommenes Vertrauen muss erst wieder aufgebaut werden. Aber sicherlich ist es richtig, dass Grabenkämpfe sowie Differenzierungen nach der Farbzugehörigkeit niemanden etwas bringen.

Junge Union: Können Sie uns einen Zwischenstand hinsichtlich der Überarbeitung der Kitabeitragssatzung geben, welchen wir als Junge Union seit längerem schon fordern?

Tobias Borstel: Ich kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur so viel sagen. Ja die Beitragssatzung soll überarbeitet werden. Ich möchte die Belastungen gerechter verteilen und Entlastungen für meine Bürger schaffen. Ein erster Zwischenstand wurde am 23. Oktober 2018 im Finanzausschuss präsentiert.

Junge Union: Können Sie uns ein Bild zeichnen, wie eine nachhaltige Wohnungsbaugestaltung in Großbeeren aussehen soll?

Tobias Borstel: Ich möchte weiterhin die Ideen aufgreifen, die Saufichten mit einem vernünftigen Konzept zum Vorteil der Bürger von Großbeeren ausbauen zu lassen. Dazu ist es von essentieller Bedeutung die richtigen Investoren für unsere Gemeinde zu gewinnen und nicht wie in der Vergangenheit, lediglich Einzelinteressen zu bedienen. Daher dürfen wir diesbezüglich nichts überstürzen, wobei ich mir gleichbedeutend der Dringlichkeit neuen Wohnraum sehr zügig zu schaffen, einhundertprozentig im Klaren bin. Darüber hinaus wird der Ankauf von Grundstücken forciert.

Junge Union: Haben Sie schon Konzepte wie man die Sicherheit um den Platz des „Alten Knackers“ erhöhen kann?

Tobias Borstel: Ich habe den Platz in der Vergangenheit begutachtet und musste dabei selber feststellen, wie verwüstet und beschädigt dieser war. Ich habe diesbezüglich mit dem Ordnungsamt, mit den Sicherheitspartnern sowie der Polizei gesprochen und mehr Präsenz angeregt. Weiter möchte ich eine weitere Außendienstkraft anstellen und ganzheitliche Konzepte evaluieren, wie man den Herausforderungen entgegentreten kann. Insbesondere der dortige Verkauf von Drogen jeglicher Art gehört sofort unterbunden. Ziel soll es aber nicht sein, die Probleme in andere Ortsteile zu verlagern.

Junge Union: Herr Bürgermeister, die Anbindung Großbeerens hinsichtlich des öffentlichen Nahverkehrs erschwerte es der Jugend umliegende Regionen zu erreichen. Wie sieht ihr Zukunftsmodel aus?

Tobias Borstel: Großbeeren ist eine Gemeinde im Ballungsraum im Süden von Berlin. Die Abdeckung mit dem öffentlichen Nahverkehr ist in unserer Gemeinde viermal höher als vergleichbar in anderen Gemeinden des Landkreises. Dass dies nicht ausreichend ist, zeigen nicht nur die Gespräche der letzten Wochen. So müssen Synergien mit anderen Gemeinden entstehen und Verknüpfungen verbessert werden. So stelle ich mir vor, im GVZ Großbeeren einen Verkehrsknotenpunkt entstehen zu lassen und diesen an jede Region anzubinden. Gegenwärtig fehlt noch der Platz für diese Idee. Mein Ziel ist aber für das Jahr 2019 avisiert. Die Entscheidungshoheit liegt aber beim VTF Teltow-Fläming. Auch möchte ich mich neuer Technologien bedienen und die Idee des autonomen und automatisierten Busverkehrs weiterverfolgen. Hinsichtlich eines Rufbussystems bin ich ebenso aufgeschlossen. Aber auch diesbezüglich müssen wir betonen, dass ohne dem VTF Teltow-Fläming nichts entschieden werden kann. Zusammenfassend sind wir uns aber hier alle bewusst, dass ein leistungsfähiges Nahverkehrskonzept für eine nachhaltige Attraktivität unserer Gemeinde von essentieller Bedeutung ist.

Angesichts der stark wachsenden Gemeinde betonten die Vorstandsmitglieder der Jungen Union Großbeeren Martin Wonneberger, Michael Exner und Cassian Hendricks schlussendlich die Wichtigkeit aller Thematiken und gaben dem Bürgermeister Tobias Borstel zum Ausdruck, konstruktiv zusammenwirken zu wollen. So empfahl Wonneberger hinsichtlich der Jugendthemen einen „Runden Tisch“ zu bilden, um so die Jugend in den Prozess derer Interessen frühzeitig einbinden zu können.

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