Kulturelles Erbe und Traditionen müssen geschützt werden

Kulturelles Erbe und Traditionen müssen geschützt werden

Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle ruft interessierte Kulturträger aus Brandenburg zur Bewerbung für die Unesco-Liste immateriellen Kulturerbes auf. Foto: Sabine Gottschalk

Bewerbungen für Unesco-Liste immateriellen Kulturerbes ab sofort möglich

Potsdam. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) ruft zu Bewerbungen für das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf. "Brandenburg ist reich an kulturellen Ausdrucksformen wie Tanz, Theater und Musik, mündlichen Überlieferungen, Bräuchen, Festen und Handwerkskünsten. Mit dem Kaspertheater als Spielprinzip, den Festen und Bräuchen der Lausitzer Sorben, der Kunst des Glasmachens sowie der Herstellung von traditionellem Kalkmörtel wurden bereits vier Formen immateriellen Kulturerbes aus Brandenburg in das bundesweite Verzeichnis aufgenommen", so Schüle.

Mit der Aufnahme des Orgelbaus und der Orgelmusik in die Unesco-Liste sei zudem ein herausragendes Brandenburger Kulturgut gewürdigt worden: "Die Uckermark ist mit rund 200 Instrumenten aus der Zeit vom 17. bis 20. Jahrhundert eine der Orgel-reichsten Regionen. Das vielfältige immaterielle Kulturerbe ist Ausdruck von Kreativität und zeichnet die kulturelle Identität unseres Landes aus", so die Ministerin weiter. Schüle betonte außerdem, dass das Kulturerbe Menschen zusammen bringt und Gemeinschaft erhält und schafft.

Noch bis zum 30. November können sich Träger von Kulturformen aus ganz Deutschland für die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes bewerben. An dem mehrstufigen Auswahlverfahren sind die Bundesländer, die Kultusministerkonferenz, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Deutsche Unesco-Kommission beteiligt. Über neue Aufnahmen wird im Frühjahr 2022 entschieden.

Die Unesco fördert seit 2003 den Erhalt von Traditionen und Alltagskulturen. Weltweit sind bis heute 180 Staaten dem Unesco-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beigetreten. Deutschland ist seit 2013 dabei. Im bundesweiten Verzeichnis sind derzeit 126 Kulturformen verzeichnet, darunter das Buchbinderhandwerk, die Weinkultur, das Bauhüttenwesen, die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft und der Poetry Slam.  sg 

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