Brandenburgischer Baukulturpreis 2021 ausgelobt

Brandenburgischer Baukulturpreis 2021 ausgelobt

Der Brandenburgische Baukulturpreis 2019 ging an Kannenberg Architekten für das Umbaukonzept dieser historischen Tinyhouses an der Stadtmauer von Kyritz. Foto: Cordia Schlegelmilch

Architektur- und Ingenieurbüros können bis zum 27. April Beiträge einreichen

Potsdam. Die Architektenkammer und die Ingenieurkammer haben am Montag den Brandenburgischen Baukulturpreis 2021 ausgelobt. Bereits zum siebten Mal können sich Architektur- und Ingenieurbüros mit ihren Leistungen im Land Brandenburg um die Auszeichnung bewerben. Dazu haben das Infrastrukturministerium und der Schirmherr des Preises, Bauminister Guido Beermann (CDU) aufgerufen. Das Ministerium unterstützt den Preis maßgeblich.

"Unsere Innenstädte sind vom Wandel geprägt und stehen gerade jetzt vor großen Herausforderungen. Das Bauen in hoher Qualität soll auch dazu beitragen, unsere Städte und Gemeinden attraktiv und lebenswert zu gestalten. Gutes Planen und Bauen sorgen dafür, dass baukulturelle Traditionen erhalten werden und Modernes geschaffen wird. Wir wollen gemeinsam pfleglich mit dem Gebäudebestand umgehen, alte Bauten behutsam an künftige Anforderungen wie beispielsweise dem Klimaschutz anpassen und beim neuen Bauen darauf achten, dass beides zusammenpasst", betonte Minister Beermann. Die erfolgreiche Stadtsanierung in Brandenburg zeige, dass die Städte und Gemeinden durch die Pflege der Baukultur unverwechselbar bleiben können. Der Baukulturpreis will herausragende Beispiele finden, würdigen, der Öffentlichkeit präsentieren und zum Nachahmen anregen.

"Nie zuvor waren die guten Beispiele einer gelebten Baukultur wichtiger als heute. Denn eine hohe Baukultur ist nicht nur das Bindeglied zwischen den Akteuren und der Gesellschaft. Sie ist auch die Grundlage dafür, dass die Ideen von heute wertvolle Beiträge werden zu einer nachhaltigeren, schöneren und nicht zuletzt auch wirtschaftlich sinnvollen und verantwortungsbewussten Zukunft. Aus diesem Grunde suchen wir auch 2021 wieder die zahlreichen Beispiele, die in den letzten zwei Jahren in Brandenburg entstanden sind", erläuterte der Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer, Christian Keller. 

Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer,  ist sich sicher, dass es "Die EINE Definition von Baukultur" noch nicht gibt, dazu sei der Begriff zu vielschichtig. Die Baukultur sei jedoch eine Visitenkarte für die Städte, für das Wohnen, für kreative Prozesse, für die Zusammenarbeit zwischen Design und Technik und für die Synergie aus Funktionalität und Wohlfühlen. "Unser Netzwerk der Baukulturschaffenden wächst und erfährt eine überaus erfolgreiche Eigendynamik. Baukultur ist ein Mittel, um Umwelt und Mensch wieder näher zueinander zubringen und gemeinsame Leistungen von Architekten, Ingenieuren, Handwerkern und vielen anderen Akteuren als ganzheitliches Projekt in der Öffentlichkeit zu zeigen", so Krebs. Der Brandenburgische Baukulturpreis habe sich in den vergangenen Jahren dieser Aufgabe gewidmet. "Ich bin stolz auf das bisher Erreichte. Mit den Projekten sollen Perspektiven aufgezeigt werden, sie sollen und werden Mut machen."

Der Brandenburgische Baukulturpreis wird für ein ganzheitlich geplantes und ausgeführtes Bauwerk oder Ensemble im Land Brandenburg verliehen. Außerdem werden Sonderpreise für außergewöhnliche Leistungen und ein Initiativpreis vergeben. Die Auslobung ist mit insgesamt 21.000 Euro dotiert. Die Wettbewerbsbeiträge einschließlich wissenschaftlicher Arbeiten und journalistischer Veröffentlichungen aus dem Zeitraum zwischen Mai 2019 und April 2021 können bis zum 27. April, 17 Uhr direkt bei der Geschäftsstelle der Brandenburgischen Ingenieurkammer, Schlaatzweg 1, 14473 Potsdam eingereicht werden. Bei persönlicher Abgabe wird um Vorankündigung per Anruf oder E-Mail gebeten. Im Oktober 2021 werden die Preise durch Minister Beermann verliehen. Alle eingereichten Arbeiten werden im Anschluss an die Preisverleihung in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen sein. red/sg

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