Feuerwehrtaucher dichten Schiff im Tiefen See ab

Feuerwehrtaucher dichten Schiff im Tiefen See ab

Taucher der Potsdamer Feuerwehr - hier bei einer Übung in der Feuerwache - haben am Freitag noch einmal den bereits Donnerstag leck geschlagenen Schlepper gesichert. Foto: Sabine Gottschalk

Großer Einsatz mit Ölsperre rund um havarierten Schlepper

Potsdam. Feuerwehrtaucher haben am Freitagnachmittag im Bereich des Hans-Otto-Theaters im Tiefen See die Wasserzuläufe im Rumpf eines am Donnerstag havarierten Schiffs abgedichtet. Der Einsatz wurde nötig, da vorangegangene Maßnahmen des Betreibers nicht vollständig zum Erfolg geführt hatten und festgestellt wurde, dass weiterhin Wasser in das Schiff lief.

Bereits am Mittag war die Einsatzstelle durch die Feuerwehr kontrolliert worden und die Lage des Fahrzeuges sowie die Positionierung der ausgelegten Ölsperre überprüft. Am Donnerstag war die Feuerwehr Potsdam gegen 12.45 Uhr zu einem havarierten Schiff an den Tiefen See gerufen worden. Vor Ort wurde ein Wassereinbruch in den Rumpf des Schleppers und Eisbrechers "Prof. Otto Lidenbrock" festgestellt. Der Maschinenraum stand bis zur Oberdeckkante unter Wasser, das Wasserfahrzeug wies eine Schräglage auf und war etwa einen Meter abgesunken. Durch die wegen der Havarie im Bereich der Wasserlinie liegenden Bullaugen trat Wasser in das Vorschiff.

Zum Schutz der Umwelt wurde eine Ölsperre um das havarierte Schiff gelegt. Durch das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt wurde eine Schute herangeführt, um den havarierten Schlepper zusätzlich zu sichern. Mit mehreren Tauchpumpen wurden rund 90.000 Liter Wasser abgepumpt oder im Schiffsrumpf umverteilt, um die Leckage im Maschinenraum zu lokalisieren und abzudichten. Es handelte sich offenbar um Frostschäden an einer Pumpenanlage in Verbindung mit einem defekten Seewasserventil. Der Wassereintritt konnte nicht vollständig gestoppt werden.

Neben der Wasserschutzpolizei, der unteren Wasserbehörde und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt waren am Donnerstag bereits 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr Potsdam mit sechs Fahrzeugen, darunter einem Mehrzweckboot und der Tauchgruppe im Einsatz. red/sg

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