Mehr als eine Million Nutzer bei der HPI-Schul-Cloud registriert

Mehr als eine Million Nutzer bei der HPI-Schul-Cloud registriert

Damit es mit dem Lernen zuhause klappt, nutzen immer mehr Schulen in ganz Deutschland die HPI Schul-Cloud. Um Lehrer und Lehrerinnen für den digitalen Unterricht fit zu machen, bietet das HPI zudem kostenlose FOnline-Fortbildungen an. Foto: Steven Weirather

Kostenlose Online-Fortbildungen für Lehrkräfte

Potsdam. Mitten im zweiten harten Lockdown hat die HPI Schul-Cloud die Grenze von einer Million Nutzern geknackt. Seit März 2020 hat sich die Nutzerzahl der Lernplattform des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) damit nahezu verdreißigfacht. Die Zahl der Schulen, die die HPI Schul-Cloud zur Organisation und Durchführung des digitalen Distanz-Unterrichts nutzen, liegt aktuell bei knapp 3.400 und hat sich in diesem Zeitraum verzehnfacht. In Spitzenzeiten greifen gleichzeitig bis zu 35.000 Nutzer allein auf das integrierte Videokonferenzsystem BigBlueButton zu.

Die meisten Nutzer verzeichnen die Länder Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen, die mit der Niedersächsischen Bildungscloud, der Schul-Cloud Brandenburg und der Thüringer Schulcloud eigene landesspezifische Varianten der HPI Schul-Cloud zur Verfügung stellen. In allen drei Ländern liefen bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie Pilotprojekte mit der Lernplattform des HPI. Die landesspezifischen Varianten konnten, dank einer modernen und flexibel skalierbaren Cloud-Architektur, daher sehr schnell auch weiteren Schulen in den Ländern zur Verfügung gestellt werden.


Schul-Cloud wird in vielen Bundesländern genutzt

Darüber hinaus arbeiten Schulen deutschlandweit auch in allen anderen Bundesländern mit der HPI Schul-Cloud. Hinzu kommt die HPI Schul-Cloud International, die an den Deutschen Auslandsschulen - auch in englischer Sprache - eingesetzt wird. Die HPI Schul-Cloud ist ein von der Bundesregierung gefördertes Open-Source-Projekt, das allen Schulen offensteht. Zur Nutzung werden keine Rechnerinstallationen in den Schulen benötigt. Alles, was zum digitalen Arbeiten in den Schulen gebraucht wird - Office-System, Dateiablage, Kollaborationstools, Videokonferenzsystem, Messenger, Lernsoftware für jedes Unterrichtsfach - wird datensouverän in der Cloud bereitgestellt. 

"Wir wissen, wie schwierig der Umstieg auf eine digitale Lernumgebung in Zeiten von Schulschließungen ist, und bedanken uns für das Vertrauen, das uns Schulträger, Schulleitungen, Lehrkräfte, Schüler und Eltern entgegenbringen. Wir sind uns der großen Verantwortung bewusst, dass an eine solche Lernumgebung für den digitalen Unterricht besonders hohe Anforderungen hinsichtlich Datensicherheit und Funktionalität gestellt werden, und geben unser Bestes, diesen Ansprüchen gerecht zu werden", sagt Professor Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und Leiter des HPI Schul-Cloud-Projekts. "Umso mehr freuen wir uns über die kontinuierlich steigenden Nutzerzahlen, die uns motivieren, die Leistungsfähigkeit und Services weiter auszubauen."


Moderne Cloud-Infrastruktur sichert Betrieb

Die HPI Schul-Cloud ist als Pilotprojekt gestartet und wird mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vom Hasso-Plattner-Institut als gemeinnütziges Open-Source-Projekt entwickelt. In Reaktion auf die Corona-Pandemie hatte das BMBF im März 2020 entschieden, die HPI Schul-Cloud deutschlandweit für alle Schulen zu öffnen, die keine vergleichbare Lösung des Landes oder des Schulträgers nutzen konnten. Seitdem unterstützt die HPI Schul-Cloud Schüler und Lehrkräfte - nicht nur in Zeiten von Schulschließungen - dabei, Unterricht mit digitalen Mitteln zu gestalten. Sie stellt dafür alle erforderlichen Funktionalitäten bereit wie Office- und Videosystem, Messenger-Dienst, Design Thinking Board, Dateiablage sowie ein Identitätsmanagementsystem. Lerninhalte verschiedener Anbieter werden über den integrierten Lern-Store zur Verfügung gestellt. Aufgrund der modernen Cloud-Infrastruktur kann das System nach Bedarf kurzfristig skalieren und auf diese Weise hohe Auslastungen abfangen.


Online-Fortbildungsplattform macht Lehrkräfte digital fit

Zur Unterstützung des digitalen Unterrichts bietet das HPI mit der Fortbildungsplattform Lernen.cloud kostenlos praxisnahe Onlinekurse an, die helfen, die Funktionalitäten der HPI Schul-Cloud optimal zu nutzen. Kurzfristige Unterstützung leistet zum Beispiel ein Erste-Hilfe-Kurs "Distanzunterricht mit der HPI Schul-Cloud", der Schritt für Schritt ins digitale Klassenzimmer führt. Wichtige Tipps zum Thema Videokonferenzen bietet der Kurs "Videokonferenzen effektiv gestalten". Lehrkräfte finden außerdem Informationen zu administrativen Abläufen sowie Anleitungen zum Erstellen von Inhalten, Vorbereiten von Präsentationen, Teilen von Dokumenten und Vergabe und Einsammlung von Hausaufgaben. Die Gratis-Kurse sollen dabei helfen, Kompetenzen vor allem in den Bereichen digitale Medien, Didaktik, Unterrichtsorganisation und Personalentwicklung gezielt zu erweitern.   red/sg


Weitere Informationen zur HPI Schul-Cloud gibt es auf hpi.schul-cloud.org

Ene einfache und schnelle Anmeldung ist hier möglich.

Fortbildungen für Lehrkräfte gibt es auf auf Lernen.cloud.

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