Bühne frei auf der Freundschaftsinsel

Bühne frei auf der Freundschaftsinsel

Die Potsdamer Bürgerstiftung hat einen Foto-Aufruf zur Rettung der Freilichtbühne gestartet. Foto: Copyright potsdam_ostmodern

Potsdamer Bürgerstiftung sucht Fotos und Andenken an die Inselbühne

Potsdam.

Die Potsdamer Bürgerstiftung ruft die Potsdamer auf, ihre Fotoalben zu sichten und in Erinnerungen zu kramen: Gesucht werden Fotos und Filme von Veranstaltungen und Familienausflügen und weitere Andenken an die bespielte Inselbühne. Die Bürgerstiftung freut sich über jede Momentaufnahme, jeden Schnappschuss, wichtig ist Authentizität, nicht Professionalität. Die Fotos können per E-Mail an info@potsdamer-buergerstiftung.com gesendet werden oder auch persönlich im „Bunten B“, dem offenen Bürgertreff der Bürgerstiftung im ehemaligen Klosterkeller in der Friedrich-Ebert-Straße 94 vorbeigebracht werden. 
Die Potsdamer Bürgerstiftung macht sich seit geraumer Zeit für den Erhalt der Bühne auf der Freundschaftsinsel stark, die eigentlich von der Stadtverwaltung abgerissen werden soll. Die Stiftung hingegen zielt auf einen Probebetrieb in der nächsten Saison ab und stellt in Frage, ob der Abriss einer Freiluftbühne gerade während Corona-Zeiten wirklich sinnvoll ist. Sie möchte eine für alle offene Bühne nach Open-Stage-Prinzip: Für Amateure und Profis aus Theater, Musik, Literatur und Tanz, aber auch für Schulen, Kindergärten, Musik- und Tanzschulen, gemeinnützige Vereine und andere Initiativen, die etwas zu bieten haben.
Die Potsdamer Bürgerstiftung nimmt am Public-Voting-Wettbewerb „Gemeinsam für Potsdam“ mit diesem Projekt unter dem Titel „Bühne frei“ teil und ruft alle Potsdamer auf, für den Erhalt der Bühne zu stimmen. Die Bürgerstiftung möchte erstmal den öffentlichen Dialog führen über Nutzungsmöglichkeiten, Konzepte und Kosten und zwar sinnvollerweise bevor abgerissen wird und nicht hinterher. „Jede Stimme im Wettbewerb für die Freilichtbühne stärkt unsere Verhandlungsposition und zeigt, dass es sehr wohl Interesse an der Zukunft der Inselbühne gibt“, sagt Marie-Luise Glahr, die Vorsitzende der Bürgerstiftung. „Wir sehen an den zahlreichen Anfragen nach Auftrittsmöglichkeiten im Klosterkeller wie groß der Bedarf nach Spielmöglichkeiten im nicht-kommerziellen Bereich ist, gerade bei jüngeren Menschen.“ Sie freut sich, dass die Stadtverwaltung bereits mit Gesprächsangeboten reagiert hat und man sich zeitnah treffen wird. Abgestimmt werden kann für „Bühne frei“ im Bereich Kunst und Kultur auf www.gemeinsam-fuer-potsdam.de noch bis zum 1. November 2020.

Auch wenn der Weg zum Erhalt der Freilichtbühne noch weit scheint, Engagement und Durchhaltevermögen haben die Engagierten der Bürgerstiftung bereits mehrfach unter Beweis gestellt, so zum Beispiel bei "PotsPresso", dem klimafreundlichen Pfandbecher für Potsdam. Weitere Informationen zur Stiftung gibt es im Internet unter www.potsdamer-buergerstiftung.com. ela

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