Stadt soll Sportvereine beim Bau eigener Trainingsstätten unterstützen

Stadt soll Sportvereine beim Bau eigener Trainingsstätten unterstützen

Der Bau von vereinseignen Sportstätten ist teuer und für viele Vereine trotz einer 75-prozentigen Förderung durch das Land nicht zu stemmen. Nach dem Willen der SPD-Stadtfraktion und der CDU soll nun die Stadt helfen. Symbolbild: Hans Braxmeier

SPD-Stadtfraktion will entsprechenden Antrag in die nächste Stadtverordnetenversammlung einbringen

Potsdam. Die SPD-Stadtfraktion wird in der kommenden Stadtverordnetenversammlung einen Antrag einbringen, der Sportvereine beim Bau von vereinseigenen Sportstätten entlastet, die durch das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) des Landes Brandenburg gefördert werden. Geplant ist, dass die vom Verein geforderten 25 Prozent Eigenmittel im kompletten Umfang durch die Landeshauptstadt übernommen werden. Außerdem sollen die Vereine baufachlich bei der Antragstellung und Umsetzung des Landesprogrammes unterstützt werden.

Im KIP, dessen Fortführung das Land Brandenburg vor der Sommerpause beschlossen hat, ist die Förderung für den Ausbau vereinseigener Sportstätten durch die Sportvereine enthalten. Gefördert werden Vereine, die einen Eigenenteil von 25 Prozent zu den Baukosten beisteuern sowie Planung und Umsetzung der Maßnahme übernehmen. Das Land übernimmt hier die restlichen 75 Prozent der Baukosten. Mithilfe dieser Förderung konnten in Potsdam in der Vergangenheit bereits verschiedene Sportanlagen gebaut, saniert oder erweitert werden.

"Nicht jeder Sportverein in Potsdam ist in der Lage, die finanziellen Mittel zum Bau von Sportstätten aufzubringen, da der größte Teil des Geldes häufig in die Nachwuchsarbeit fließt und auch fließen soll. Des Weiteren sind die Sportvereine fast ausschließlich ehrenamtlich geführt und haben dementsprechend nicht immer die Zeit oder das notwendige Bauwissen, um solche Maßnahmen zu planen und umzusetzen", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Daniel Keller. Hier müsse die Landeshauptstadt mit Sachkompetenz im Bereich Bauen helfen und auch den finanziellen Anteil für den Verein übernehmen.

Die SPD-Stadtfraktion will daher mit Hilfe der Rathauskooperation sowie der Unterstützung der CDU einen Antrag in die nächste Stadtverordnetenversammlung einbringen, mit dem sie dies fordert. "Ich freue mich, dass das Anliegen mit der CDU auch außerhalb der Rathauskooperation Unterstützung findet. Einen Antrag der CDU, zwei konkrete KIP-Projekte zu fördern, unterstützen wir, wollen jedoch darüber hinaus gleich gemeinsam die Weichen für alle Sportvereine und zukünftigen KIP-Förderprojekte legen", so Keller weiter. In den Jahren 2020 bis 2029 könnte durch das Land eine Fördersumme von fast zwei Millionen Euro für die Potsdamer Sportvereine zur Verfügung gestellt werden. Diese Mittel sollen nach sport- und baufachlichen Gesichtspunkten durch den Stadtsportbund in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt ausgewählt und priorisiert werden. Über die Förderbewilligung entscheidet dann abschließend der Landessportbund.  red/sg 

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