Bombensprengung: Straßensperrungen und Umleitungen

Bombensprengung: Straßensperrungen und Umleitungen

Der Sperrkreis betrifft die Teltower Vorstadt, Babelsberg und das Zentrum Ost. Grafik: Landeshauptstadt Potsdam

Teile der Stadt stehen am Mittwoch still

Potsdam.  Am morgigen Mittwoch wird ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, der im Potsdamer Aradosee gefunden wurde, per Sprengung unschädlich gemacht. Hierzu wird ein Sperrkreis 800 Meter rund um den Fundort der Bombe eingerichtet, der Auswirkungen auf den KfZ-und Öffentlichen Nahverkehr mit sich bringt. Sobald der Sperrkreis steht, enden die S-Bahnen aus Berlin am Bahnhof Babelsberg. Die Regionalbahnen werden ab 10 Uhr über Werder, Golm und Spandau umgeleitet.

Auch für einzelne Buslinien wird es Einschränkungen geben: Betroffen sind ab 8 Uhr die Regiobuslinien 601, X 1 und 619 sowie die Linien der Verkehrsbetriebe 690, 693 und 694. Der Straßenbahnverkehr ist nicht betroffen. Auch der Potsdamer Hauptbahnhof und der S-Bahnhof Babelsberg liegen nicht im Sperrkreis und bleiben während der gesamten Maßnahmen offen.

Die Linien 601, X1 sowie 619 fahren am Horstweg von der Nuthestraße ab und werden dann über Horstweg und Heinrich-Mann-Allee zum Hauptbahnhof geleitet. Die Buslinie 690 fährt ab Willi-Frohwein-Platz über Horstweg, Heinrich-Mann-Allee und endet an der Ersatzhaltestelle Horstweg/Heinrich-Mann-Allee gegenüber der Straßenbahnhaltestelle Waldstraße. Dort ist dann ein Umstieg in die Straßenbahn möglich. Zudem wird auf dem Horstweg zwischen Großbeerenstraße und Dieselstraße eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. Die Linie 693 fährt ab Drewitzer Straße/ Eduard-Claudius-Straße zur Heinrich-Mann-Allee und endet dann an der Ersatzhaltestelle Horstweg/Heinrich-Mann-Allee gegenüber der Straßenbahnhaltestelle Waldstraße. Auf dem Rückweg fährt der Bus über Horstweg in die Straße An der Alten Zauche und dann regulär weiter bis zum Bahnhof Rehbrücke. Ab Alt-Nowawes fährt die Linie 694 über die Humboldtbrücke, Berliner Straße, Am Kanal und Friedrich-Ebert-Straße bis zum Hauptbahnhof. Auf den Zwischenstationen ist kein Zusteigen möglich, Halt nur zum Ausstieg. An der Haltestelle S-Bahnhof-Babelsberg Schulstraße endet die Linie 616. Für Fahrten in Richtung Griebnitzsee ist der Einstieg an der gegenüberliegenden Haltestelle.

Die Entschärfungsmaßnahme wird Straßensperrungen in der Teltower Vorstadt, Babelsberg und Zentrum Ost zur Folge haben. Der Sperrbereich wird begrenzt durch den Horstweg, die Heinrich-Mann-Allee, den Humboldtring sowie die Rudolf-Breitscheid-Straße. Auf der Nuthestraße ist die Abfahrt Friedrich-List-Straße ab 8 Uhr gesperrt. Autofahrer aus Richtung Süden mit dem Ziel Innenstadt können die Nuthestraße bis zum Horstweg befahren. Im Norden ist die Berliner Straße frei, eine Auffahrt auf die Nuthestraße ist dort aufgrund der Sperrung nicht möglich. Die Humboldtbrücke ist während der Entschärfungsmaßnahme gesperrt.


Lenné- und Goethe-Schule als Aufenthaltsorte für Bewohner des Sperrkreises vorgesehen

Während der Sperrung stehen die Turnhalle der Lenné-Schule und die Goethe-Schule als Aufenthaltsorte für Bewohnerinnen und Bewohner des Sperrkreises zur Verfügung. Ein Busshuttle zur Lenné-Schule fährt ab Friedrich-Engels-Straße Ecke Friedhofsgasse. Aufgrund der aktuell geltenden Umgangsverordnung werden Besucherinnen und Besucher gebeten, Masken zu tragen und sich an Abstands- und Hygienevorschriften zu halten.

Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe US-amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg ist in der vergangenen Woche im Aradosee gefunden worden. Der Blindgänger soll morgen durch Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg unschädlich gemacht werden. Um den Fundort wird ein Sperrkreis mit einem Radius von rund 800 Metern eingerichtet. Etwa 7.500 Menschen in Babelsberg, Zentrum Ost und der Teltower Vorstadt, die innerhalb des Sperrkreises leben, müssen diesen bis 8 Uhr verlassen. Im Sperrkreis befinden sich drei Senioren-Tagespflege-Einrichtungen, die an diesem Tag geschlossen haben werden, vier Kitas, zwei Schulen sowie das Bundespolizeipräsidium. Die Weltkriegsbombe wurde bei einer systematischen Suche in etwa drei Metern Tiefe und einem Meter Schlamm im Aradosee gefunden.

Da die Bombe am Heck stark verkrustet ist, der Zünder nicht identifiziert werden kann und ein großer Baum samt Krone auf dem Blindgänger liegt, muss die Bombe nach Einschätzung des Kampmittelbeseitigungsdienstes am Mittwoch gesprengt werden. Um den Splitterflug zu begrenzen, wird erneut ein 7 x 7 Meter großes Strohfloß zum Einsatz kommen. Die Einsatzleitung wird, wie gewohnt, durch das Ordnungsamt geführt. Mehr als 300 Helferinnen und Helfer, unter anderem von der Landeshauptstadt, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei sind am Mittwoch im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern. Insgesamt ist die gefundene Fliegerbombe der Weltkriegssprengkörper 204 seit 1990 in der Landeshauptstadt. In dieser Statistik werden Fliegerbomben ab 50 Kilogramm erfasst.   red/sg


Informationen rund um die Entschärfung und den Sperrkreis gibt die Verwaltung am heutigen Dienstag bis 19.30 Uhr und am morgigen Mittwoch ab 6 Uhr bis zur Beendigung der Maßnahme unter der Nummer 0331 / 289 1677 sowie von 8 bis 18 Uhr unter der Behördennummer 115.

Wer den Sperrkreis nicht selbstständig verlassen kann, sollte sich schnellstmöglich bei der Potsdamer Feuerwehr unter 0331 / 370 1216 melden, um einen Transport für Mittwoch zu bestellen.

Auf www.potsdam.de/kampfmittel gibt es eine adressgenaue Karte zum Sperrkreis. Die Landeshauptstadt informiert außerdem aktuell auf www.potsdam.de/bombe und den Social-Media-Kanälen www.twitter.com/lh_potsdam und www.facebook.com/potsdam.de

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