Erhöhte Bakterien-Messwerte im Trinkwasser des Klinikums EvB

Erhöhte Bakterien-Messwerte im Trinkwasser des Klinikums EvB

Leitungswasser muss im Klinikum Ernst von Bergmann bis auf Weiteres abgekocht werden, um als Trinkwasser verwendet werden zu können. Foto: Pixabay

Im Krankenhaus darf Leitungswasser zurzeit nicht als Trinkwasser verwendet werden

Potsdam. Im Klinikum Ernst von Bergman wurden im Rahmen routinemäßiger Wasserbeprobungen aller Gebäude am Standort Charlottenstraße leicht erhöhte Messwerte Coliformer Bakterien in einigen wenigen Gebäudeteilen festgestellt. Daraufhin wurden neben der Spülung der betroffenen Stellen auch umfangreiche so genannte Nachbeprobungen vorgenommen.

Um die Ursachen dieser Verunreinigung herauszufinden und festzustellen, ob es sich um die zentrale Wasserversorgung handelt, ist das Klinikum im Austausch mit den Stadtwerken und dem Gesundheitsamt der Landeshauptstadt. Trinkwasserführende Leitungen und Anlageteile des Klinikum werden den gesetzlichen Bestimmungen gemäß regelmäßig gewartet und gepflegt, immer in enger Abstimmung und in Zusammenarbeit mit der Krankenhaushygiene des Klinikums.


Mitarbeiter und Patienten einiger Bereiche wurden bereits am Montag informiert

Die Mitarbeiter und Patienten der Gebäude C, D und E des Klinikums wurden bereits am 6. Juli informiert. Nach Vorliegen eines weiteren Testergebnisses für einen zusätzlichen Gebäudeteil wurde die Trinkwasser-Warnung am 7. Juli vorsorglich auf den gesamten Campus Charlottenstraße ausgeweitet. "Wir sehen uns in der Verantwortung unseren Patienten und Mitarbeitenden gegenüber. Daher haben wir heute den gesamten Standort Charlottenstraße darüber informiert, bis auf weiteres kein Leitungswasser als Trinkwasser zu verwenden - auch wenn viele Gebäude oder Gebäudeteile laut Laborberichten nicht betroffen sind", so Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt.

Dies bedeutet, dass in  Sanitärräumen wie Patienten-/Mitarbeiter-WC und -Duschen sowie in den Stationsküchen und Bereichsküchen das Leitungswasser bis auf Weiteres nicht als Trinkwasser verwendet werden darf. Hinweisschilder "Kein Trinkwasser" werden sichtbar an die Zugangstüren angebracht. Abgekocht ist die Nutzung des Wassers beispielsweise als Teewasser unbedenklich. Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen eingeleitet, so unter anderem der Einbau von Steril-Filtern sowie das systematische Spülen der Leitungen.

"Die bei den Routineproben nachgewiesenen Coliformen Bakterien sind Indikatororganismen für sanitäre Qualität von Wasser und ein Hygieneindikator in der Lebensmittelherstellung. Mit der vorsorglichen Regelung für den gesamten Campus kommt das Klinikum seiner Verantwortung für Patienten und Mitarbeiter nach", betont der externe leitende Hygieneberater des Klinikums, Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Zastrow.  red/sg 

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