Trotz Lockerung der Besuchsregelung noch strenge Auflagen im EvB

Trotz Lockerung der Besuchsregelung noch strenge Auflagen im EvB

Besucher dürfen das Klinikum nur durch den Haupteingang in der Charlottenstraße betreten, müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen und sich an strenge Regelungen zu Abstand und Hygiene halten. Foto: Sabine Gottschalk

Nur eine Person pro Patient darf sich als täglicher Besucher registrieren

Potsdam. Das Klinikum Ernst von Bergmann lockert zum 4. Juni das Besuchsverbot für Patienten. Ab diesem Tag darf ein festgelegter Besucher pro Patient für eine vorab gebuchte Stunde pro Tag die entsprechende Station betreten. Vor Ort muss ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Lockerung der Besuchsregeln sei ein wichtiger Schritt bei der Rückkehr zum Normalbetrieb in Pandemie-Zeiten, heißt es in einer Mitteilung des Krankenhauses.

Die Anmeldung aller Besuche sei notwendig, um die Sicherheit für Patienten, Besucher und Mitarbeiter so hoch wie möglich zu halten und das Infektionsrisiko zu reduzieren. Pro Patient ist allerdings nur ein fest definierter Besucher erlaubt. Dieser Besucher ist über den gesamten Zeitraum des stationären Aufenthalts des Patienten immer derselbe. Wer Patienten besuchen möchte, darf grundsätzlich nicht unter Erkältungssymptomen leiden, zudem ist eine telefonische Registrierung mit Angabe persönlicher Daten zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten unbedingt erforderlich. "Gebucht" wird eine feste Besuchszeit zwischen 10 und 19 Uhr. Der Besuch darf nicht länger als eine Stunde am Tag dauern. Der Zutritt zum Klinikum ist nur über den Haupteingang in der Charlottenstraße 72 zur vereinbarten Besuchszeit möglich. Dort müssen sich Besucher anmelden und mit einem Lichtbildausweis ausweisen.

Alle Patienten und Besucher müssen einen medizinischen Vlies-Mund-Nasen-Schutz tragen, der bei Bedarf am Haupteingang gekauft werden kann. Beim Betreten des Klinikums und des Patientenzimmers müssen zudem die Hände zu desinfiziert werden. Die geltenden Abstandsregeln von anderthalb Metern müssen auch beim Besuch eingehalten werden. Die neue Besuchsregelung gilt für alle Patienten im Normalversorgungsbereich des Klinikums am Campus Potsdam sowie für Patienten der Kinderklinik in Gebäude F und für die Entbindungsstation.


Besuche ohne Warteschlange

Die Besuchszeiten werden in Fünf-Minuten-Slots vergeben. Die Vergabe von fest definierten Besuchsterminen sowie die Einhaltung der Besuchszeiten sind notwendig, um Warteschlangen vor dem Haupteingang des Klinikums zu verhindern und die Hygiene- und Abstandsregelungen kontrolliert umzusetzen. Die Besucherregelungen dienen dazu, das Infektionsrisiko im Rahmen von Patientenbesuchen bestmöglich zu reduzieren. Aufgrund der noch immer sehr dynamischen Entwicklung im Rahmen der Corona-Pandemie soll diese Besuchsregelung zunächst als Testphase bis auf Widerruf oder Neuregelung gelten.

Besuche auf den Covid-Stationen sind weiterhin nicht möglich. Auch Patienten, die als Covid-Verdachtsfälle gelten und zur Abklärung auf den Stationen im Gebäude K liegen dürfen nicht besucht werden. Gleiches gilt für die Intensiv- und Wachstationen sowie für Patienten der Hämatologie und Onkologie. Eine Sonderregelung gibt es nur für sterbende Patienten oder Patienten in der letzten Lebensphase auf Palliativ-, Intensiv- und Covid-Stationen sowie in der Hämatologie und Onkologie. Angehörige dieser Patienten können sich direkt mit der Station abstimmen.  red/sg


Telefonische Registrierung und Vergabe von Besuchsterminen unter 0331 /241-3 3934 montags, dienstags und donnerstags zwischen 8 und 17.30 Uhr, mittwochs zwischen 8 und 16.30 Uhr, freitags zwischen 8 und 15 Uhr. Besuche sind zwischen 10 und 19 Uhr möglich.

Im Rahmen der Terminvergabe werden persönliche Daten des Besuchers abgefragt, die zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten bis zu drei Monate gespeichert werden. Zudem werden Fragen zum Gesundheitszustand des Besuchers gestellt. Nach §11 der Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg dürfen Besucher nicht unter COVID-19 spezifischen Symptomen leiden. 

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