Mehr Platz für Außengastronomie

Mehr Platz für Außengastronomie

Beim Aufbau der Tische und Stühle auf den Terrassen der Restaurants muss, wie hier in der Lindenstraße, genau auf den vorgeschriebenen Abstand geachtet werden. Foto: Sabine Gottschalk

Pkw-Stellplätze sollen für Tische und Stühle genutzt werden

Potsdam. Die Potsdamer Gastronomie soll mehr Platz für ihre Außenbereiche bekommen. Da sich der Platzbedarf durch die geletenden Abstandsregeln erhöht, wolle die Landeshauptstadt Genehmigungen "unbürokratisch möglich machen", um "einen möglichst wirtschaftlichen Betrieb für die Gastronomen hinzubekommen". Das erklärte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) als Fazit eines Treffens mit dem Handelsverband Berlin Brandenburg, der Dehoga, der IHK Potsdam, der Handwerkskammer, der Pro Potsdam und und der städtischen Wirtschaftsförderung, bei dem sich Schubert am Montag über die Situation der Gastronomiebetriebe in der Stadt nach der schrittweisen Wiedereröffnung informiert hatte.

"Wir wollen den Gastronomen in unserer Stadt einen möglichst optimalen Wiedereinstieg nach der Pandemie ermöglichen", so Schubert. Dazu gehöre eine optimale Ausnutzung der Außengastronomieflächen. In der Innenstadt und überall dort, wo es sinnvoll und realisierbar sei, könnten vorübergehend ein paar Pkw-Stellplätze für zusätzliche Tische und Stühle genutzt werden. "Wichtig ist aber, dass die Gastronomen sich hierfür mit der Landeshauptstadt in Verbindung setzen und das Vorgehen gemeinsam abstimmen", so Schubert weiter.

Eine Vielzahl der Außenflächen sind bereits bis ans Optimum genutzt und aufgrund nötiger Rettungswege nicht erweiterbar. In der Gesprächsrunde mit dem Oberbürgermeister wurden aber weitere Möglichkeiten diskutiert, wie die Zusammenlegung von Restaurantflächen mit benachbarten Schankwirtschaften, die noch nicht öffnen dürfen. "Wir brauchen weiterhin den Ideenreichtum und die Kreativität unserer Gastronomen in der Stadt", betonte der Hauptgeschäftsführer der Dehoga Brandenburg, Olaf Lücke. Mitglieder des Gastgewerbeverbandes rief er auf, sich mit Vorschlägen an die Wirtschaftsförderung zu wenden.

Die städtischen Gesellschaft Pro Potsdam und die Technologie- und Gewerbezentren Potsdam haben ihren Mietern bereits Stundungsvereinbarungen in Aussicht gestellt. Auch bei weiteren einzelnen Härtefällen sei man um Lösungen bemüht, hieß es einvernehmlich aus den Geschäftsführungen. Nach der Sommerpause soll ein weiteres Gespräch im gleichen Rahmen stattfinden, um auf der Grundlage dann vorliegender Erfahrungen weitere Maßnahmen zu besprechen.  red/sg


Ansprechpartner für Vorschläge aus der Gastronomie ist die Geschäftsstelle der Wirtschaftsförderung unter 0331 / 289-2820, E-Mail wirtschaftsfoerderung@rathaus.potsdam.de

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