Volkssolidarität warnt vor Zwei-Klassen-Medizin für Covid-19-Patienten

Volkssolidarität warnt vor Zwei-Klassen-Medizin für Covid-19-Patienten

Gerade ältere und vorerkrankte Menschen sind durch das Coronavirus gefährdet. Die Volkssolidarität sieht nun die Gefahr der Zwei-Klassen-Medizin auf diese Bevölkerungsgruppe zukommen. Foto: Anja | Pixabay

Vorsitzende fordert Fürsorge und Unterstützung für ältere Menschen

Potsdam. Mit der dringenden Mahnung, auch unter den extrem schwierigen Bedingungen in der gegenwärtigen Pandemie die Menschlichkeit zu bewahren, wendet sich die Volkssolidarität an die Öffentlichkeit in Brandenburg. Der Weltgesundheitstag am 7. April sollte Anlass sein, das Menschenrecht auf medizinische Betreuung uneingeschränkt zu betonen und zu verteidigen, sagte die Verbandsratsvorsitzende des Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e. V. Bettina Fortunato.

Vor dem Hintergrund, dass die grassierende Corona-Pandemie vor allem ältere Menschen bedroht, müsse man ihnen Fürsorge und Unterstützung angedeihen lassen und ihnen das nicht etwa versagen, fuhr die Verbandsratschefin fort. Diese Generation habe mit ihrer Hände Arbeit den Reichtum der heutigen Gesellschaft geschaffen und sie habe ein Anrecht auf ein Maximum an Schutz vor Ansteckung und auf gute Pflege im Krankheitsfall.

Die strikte Einhaltung der Kontaktbeschränkungen durch jüngere Menschen, die vielleicht nicht in erster Linie Opfer von Corona seien, wäre da nur ein Beitrag, wenngleich ein bedeutender. Unerträglich ist laut Fortunato die Vorstellung, dass ältere Menschen bei der ärztlichen Versorgung einen schlechteren Status bekommen sollten oder von bestimmten Heilverfahren völlig ausgeschlossen würden. Auffassungen, wonach die Patienten in solche erster und zweiter Klasse einzuteilen seien, müssten strikt zurückgewiesen werden.

Wenn medizinische Versorgung vom Alter oder vom Geldbeutel abhängig werde, dann gerate die Gesellschaft in einen Strudel der Herzlosigkeit und der Kälte, in dem die vermeintlichen Sieger von heute die sicheren Verlierer von morgen werden, so die Verbandsratschefin.

Der Weltgesundheitstag wurde 1948 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen und wird jedes Jahr am 7. April begangen. Das Datum geht zurück auf die Gründung der WHO am 7. April 1948. Die Verfassung der WHO legt in ihren Statuten den Zweck fest, den Menschen in allen Staaten zur Erreichung des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu verhelfen. Jedes Jahr soll am Aktionstag ein vorrangiges Gesundheitsproblem in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt werden. Dabei geht es zunehmend um Themen, die bei der Entwicklung von nationalen Gesundheitssystemen helfen sollen. red/sg

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