Soforthilfe für Geschäftskunden von der MBS

Soforthilfe für Geschäftskunden von der MBS

Andreas Schulz ist Vorstandsvorsitzender der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Foto: MBS

Kein Rückzahlung | Auch Notkredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau möglich

Potsdam. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) steht bereit, ihren Firmenkunden und Selbständigen Hilfe anzubieten, die vorübergehend bedingt durch die Corona-Krise Liquiditätsengpässe befürchten. Das soll helfen, eine wirtschaftliche Talfahrt in der Region zu verhindern. Der MBS sei es wichtig, dass die Hilfen möglichst schnell und wirksam bei den wirklich Betroffenen ankommen, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

"Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu begrenzen und stehen unseren Unternehmenskunden zur Seite", so Andreas Schulz, Vorstandsvorsitzender der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS). Daher hat die MBS in den vergangenen Tagen ein Sofortprogramm aufgelegt und nimmt unkompliziert die Anträge ihrer Firmenkunden für die vorübergehende Aussetzung von Kredittilgungen, die Ausweitung vorhandener Kreditlinien oder neue Kreditlinien an und hilft dabei, Anträge auf Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und von anderen Förderbanken zu stellen. Die grundsätzliche Prämisse für alle Sofortmaßnahmen sei aber, dass die Firma vor dem Ausbruch der Coronakrise wirtschaftlich gesund war. Das gelte gleichermaßen für das Soforthilfeprogramm der ILB für kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern, das das Land aufgelegt hat.

Das Besondere daran: Diese Hilfen müssen nicht zurückgezahlt werden. Demnach sollen Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten kurzfristig einen Zuschuss von bis 9.000 Euro erhalten, bei bis zu 15 Mitarbeitern gibt es einen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro. Anträge können seit Mittwoch direkt über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) abgerufen werden. Seit Montag können auch die Notkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus über die MBS beantragt werden - aus der ersten Phase des Hilfspakets der Bundesregierung für alle Unternehmen, die zum 31.Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten waren.

Die KfW hat ihre bestehenden Programme für Liquiditätshilfen modifiziert, um Unternehmen einen einfacheren Zugang zu günstigen Krediten zu ermöglichen. Dies bündelt die KfW unter den Sonderprogrammen 2020 für "Etablierte und junge Unternehmen", "ERP Gründerkredit-Universell" und "Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierungen". Sie sollen von Unternehmen in Anspruch genommen werden können, die durch die Coronakrise in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Die Ansprechpartner in den Firmenkunden-Centern und Geschäftsstellen seien weiter erreichbar, telefonisch, per E-Mail und in Ausnahmefällen auch persönlich, teilt die Sparkasse mit.  red/sg


Antworten auf alle wichtigen Fragen, Links zu den Anträgen bei den Förderbanken und Ansprechpartner finden Firmenkunden hier.

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