Keine Kitabeiträge während der aktuellen Schließung fällig

Keine Kitabeiträge während der aktuellen Schließung fällig

Potsdams Bildungsdezernentin Noosha Aubel hat Eltern kleiner Kinder darüber informiert, dass Kitagebühren und Essensgeld bis zum 19. April ausgesetzt sind. Foto: Sabine Gottschalk

Eltern sollen während der Corona-Pandemie entlastet werden

Potsdam. Gute Nachrichten für Eltern kleiner Kinder in der Landeshauptstadt: Während der vorübergehenden Schließung der Kindestageseinrichtungen und Tagespflegestellen vom 18. März bis zunächst 19. April müssen keine Elternbeiträge und kein Essengeld gezahlt werden. Auch für die Kinder, die in die Notbetreuung aufgenommen wurden, soll keine Zahlung der Elternbeiträge erfolgen. Darüber hat Bildungsdezernentin Noosha Aubel (parteilos) Potsdamer Mütter und Väter in einem Elternbrief informiert.

"Wir möchten die Eltern in dieser schwierigen Situation entlasten", so Aubel. Die Landeshauptstadt stehe aktuell im Austausch mit den freien Trägern, der Landesregierung und dem zuständigen Ministerium, um einen Konsens zur Beitragsfreiheit für den gesamten Monat April zu erreichen. Befürwortet werde dabei die Beitragsfreiheit für die Zeit, in der keine Betreuung stattfinden kann, erklärte Aubel am Mittwoch.

Um die Ausbreitung des Coronavirus' einzudämmen und die Gesundheit von Kindern, Eltern und Mitarbeitenden zu schützen, hatte die Stadtverwaltung per Allgemeinverfügung den Betrieb von Kindertageseinrichtungen wie Krippe, Kindergarten und Hort sowie aller weiteren bedarfserfüllenden Angebote wie Spielkreise oder Tagespflegestellen vom 18. Märzbis zunächst 19. April untersagt. Nur für Kinder, deren Eltern oder alleinerziehende Elternteile in Berufen der kritischen Infrastruktur arbeiten, ist eine Notbetreuung möglich.

"Es ist uns sehr wichtig, keine Benachteiligungen für die Eltern entstehen zu lassen und die Betreuungsplätze sowie die vielfältige Trägerlandschaft langfristig zu sichern", betont Aubel. Die Beigeordnete lobt den Umgang der Träger, Tagespflegestellen und Eltern mit der herausfordernden Lage: "Bislang haben sowohl die Kita-Träger, die Kindertagespflegepersonen und auch die Eltern in der Krise vorbildlich reagiert. Sie leisten damit einen sehr großen Teil zur Bewältigung der besonderen Situation."

In Potsdam stehen derzeit  regulär rund 18.000 Plätze für die Betreuung in Krippen, Kitas und Horten zur Verfügung. Anträge auf Notbetreuung wurden für 1.780 Kinder gestellt. 1.718 Anträge wurden bewilligt und 62 abgelehnt. In der vergangenen Woche wurden 400 Kinder in 100 Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet betreut, in dieser Woche sind es 600. red/sg

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