Potsdam erstrahlt in neuem Licht

Potsdam erstrahlt in neuem Licht

Schon zum siebten Mal findet das große Winterspektakel "Unterwegs im Licht" in der Potsdamer Mitte statt. Mit einem ganz neuen Beleuchtungskonzept des irischen Architekten Ruarí O‘Brien aus Dresden und Stelzentänzern auf dem Alten Markt verspricht es in diesem Jahr etwas ganz Besonderes zu werden. Zum zweiten Mal mit dabei ist auch das Blu, das etwas außerhalb der historischen Mitte zum Aufwärmen und zu einer Lichtinstallation zum Thema "Potsdam Liebe" einlädt. Am Blu enden zudem einige vom Stadtmarketing organisierte Führungen. Fotos (2): Unterwegs im Licht 2019, David Marschalsky

Neues Konzept beim siebten Durchgang von "Unterwegs im Licht"

Alle Jahre wieder: Das Januar-Event "Unterwegs im Licht" ist zu einer schönen Tradition im Potsdamer Veranstaltungskalender geworden. Am 18. Januar gibt es wieder zahlreiche Überraschungen für die Besucher.

Potsdam. Ganz neu, aber wieder mit zahlreichen Angeboten für Familien kommt die die siebte Ausgabe der Veranstaltung "Unterwegs im Licht" am 18. Januar in die Potsdamer Mitte. Zum 30. Geburtstag des Landes Brandenburg und zum 75. Jahrestag der Potsdamer Konferenz haben sich die Organisatoren um Stadtmarketing-Chefin Sigrid Sommer neue Partner an Bord geholt, die das Lichtkonzept komplett überarbeitet haben.

Der in Dresden ansässige irische Architekt und Lichtkünstler Ruairí O'Brien hat für das Event ein Lichtkonzept in fünf Akten entwickelt, das kein explodirendes Feuerwerk, sondern eher ein reduzierter, dynamischer Farbwechsel sein soll, und dennoch die Gebäude auch dreidimensional in den Raum stellt.Es sei eine besondere Herausforderung gewesen, für diese erfolgreiche Veranstaltung in einem so bedeutungsvollen Jahr ein künstlerisches Konzept zu entwerfen, erläuterte am Dienstag bei der Vorstellung des diesjährigen Programms O'Briens Mitarbeiter Lars Joachim.

Das Thema, das sich mit Zerstörung und Veränderungen in der Potsdamer Mitte auseinandersetzt, sei eben keines, das nur mit bunten Luftballons gefeiert werden sollte, so Joachim weiter. Ganz im Gegenteil: Durch die fünf Akte, die sich in Form ganz unterschiedlicher Farben und Beleuchtungen darstellen, soll die Entwicklung der Stadtmitte seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verdeutlicht werden und den vielen Veränderungen gleichzeitig eine Art Denkmal gesetzt werden. Immer wieder mit einbezogen werden dabei die Besucher.

Bereits ab 16 Uhr spiele die Beleuchtung in Form einer blauen Stimmung mit dem abnehmenden Tageslicht, so Lars Joachim. Ab 17 Uhr erleuchtet dann ein "Strauß bunter Farben" und ein Dreiklang aus Licht an allen Bauwerken zum traditionellen Laternenumzug für Kinder und Erwachsene. Zuvor können die Laternen ab 15 Uhr im Potsdam Museum und im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte am Neuen Markt bereits gebastelt werden.

Vom Neuen Markt startet dann um 17 Uhr auch der Umzug zu seinem Pendant, dem Alten Markt. Ausgedrückt werden soll in allen Beleuchtungsetappen entweder ein direkter Kontrast oder aber ein Zusammenhang mit dem jeweiligen Ort, in jedem Fall aber eine freudige Atmosphäre. Zum Abschluss des Umzugs wird der Alte Markt in ein blaues Lichtermeer getaucht, das der Aufführung einer Stelzentänzergruppe den passenden Rahmen bietet und in den dritten Teil von O'Briens Licht-Choreografie überleitet.

Duale Lichtstimmung soll beruhigend wirken

Unter dem Motto "Puls der Zeit" soll eine duale Lichtstimmung beruhigend wirken und in 90 Minuten den Pulsschlag der Geschichte bis 1990 dokumentieren. Im vierten Akt betritt der Künstler in der Nachwendezeit "Bunte Landschaften" in drei Farben und stellt die erfolgreichen letzten Jahre der Gegenwart dar.

Und ab 21.30 Uhr wird die "Lebendige Zukunft" in Rot- und Orangetönen eingeleitet. Dabei bleiben die Gebäude stets Teil der Installation und seien nicht einfach nur eine stumme Kulisse, betont Joachim. Denn gefeiert werden soll das urbane Leben in der Stadt.

Wer die Stadt im neuen Licht von oben sehen will, kommt auch in diesem Jahr auf seine Kosten: Sowohl im Bildungsforum als auch im Potsdam Museum und in der Nikolaikirche gibt es am 18. Januar die Möglichkeit, in luftige Höhen zu steigen und einen für viele ganz neuen Blick auf die Potsdamer Mitte zu werfen.

Zum ersten Mal wird "Unterwegs im Licht" in diesem geschichtsträchtigen Jubiläumsjahr mit dem Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters im Nikolaisaal verbunden. Am Empfang können auch 300 Potsdamer Bürger nach vorheriger Anmeldung teilnehmen. Außerdem wird er auf einer großen Public Viewing-Wand nach draußen übertragen. Im Anschluss können Potsdamer und Besucher der Stadt am Stadtkanal mit Politikern und Gästen ins Gespräch kommen. sg


Anmeldung zum Neujahrsempfang unter neujahrsempfang@rathaus.potsdam.de, Betreff #NJE2020.

Das komplette Programm für den 18. Januar gibt es als gedruckten Flyer oder auf www.potsdam.de/event/unterwegs-im-licht-2020.
 

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