Pfingstkirche bekommt weitere Fördergelder

Pfingstkirche bekommt weitere Fördergelder

Die Restaurierung der Pfingstkirche in der Nauener Vorstadt kann weitergehen. Foto: Anja Rütenik

Kirchenfenster können restauriert werden

Potsdam. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt dank einer Nachlassspende und dank ihrer treuhänderischen Pietschker-Neese-Stiftung für die Restaurierung eines Doppelfensters in der Pfingstkirche in Potsdam mit der Darstellung der heiligen Monika und des heiligen Augustinus 30.000 Euro zur Verfügung.

Der dazugehörige symbolische Fördervertrag wird am Freitag durch Ortskuratorin Ines Koch an den Vorsitzenden des Kirch- und Orgelbauvereins, Michael Lunberg, übergeben. Die Pfingstkirche gehört seit 2016 zu den über 650 Projekten, die die Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, allein in Brandenburg fördern konnte. Seit 2014 wird die originale Raumfassung des Innenraums bereits schrittweise wiederhergestellt. Sie ist unter einem Leimfarbenanstrich relativ gut erhalten und lässt sich in den meisten Bereichen freilegen.

Größere Probleme gibt es an den Fenstern, die jeweils mit bearbeitet werden. Die vorhandene innere Schutzverglasung liegt zu dicht an der außen liegenden historischen Glasmalerei. Durch das auftretende Kondenswasser wurde die Verbleiung angegriffen. Diese Konstruktion muss jetzt verändert werden. Die von Blumen- und Obstgärten umgebenen Gebäude der ehemaligen Auguste-Victoria-Pfingsthaus-Stiftung stehen am Fuß des Pfingstbergs als Abschluss der Bebauung der Nauener Vorstadt. Zum Komplex gehören das Alte und Neue Pfingsthaus, die Kirche, ein Pfarrhaus, ein Haus für Witwen, ein Stall und das Eingangsportal.

Begonnen wurde mit der Einrichtung eines "Rettungshauses zur Erziehung und Besserung sittlich verwahrloster Knaben" 1851. 1893 wurde auf Betreiben der Kaiserin Auguste Victoria ein neues Pfingsthaus, und ein Jahr später, vor 125 Jahren also, die Kirche errichtet. Ursprünglich hatte man eine Kapelle für die Anstalt konzipiert, doch musste diese unmittelbar nach der Fertigstellung noch einmal erweitert werden. Der langgestreckte Saalbau aus rotem Backstein besitzt ein hohes Satteldach, das im Norden von einem eingezogenen Chorturm durchbrochen ist.

Der südliche Anbau ist etwas breiter und höher, in seiner äußeren Gestalt dem ersten Bau jedoch angepasst. Fenster und Schallluken in spitzbogigen Öffnungen und gotisierende Blenden sowie Friese unter der Traufe bestimmen das Äußere, auffällig ist der hohe Sockel. Der Kircheninnenraum ist von einer hölzernen, weit in den Dachraum hineinragenden Decke überspannt. red/sg

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