Neuer Radfahrstreifen auf der Wetzlarer Straße

Neuer Radfahrstreifen auf der Wetzlarer Straße

An der Wetzlarer Straße sind die Radwege jetzt nach Richtung getrennt. Symbolbild: Rudolpho Duba | pixelio.de

Stadt hofft auf mehr Sicherheit

Potsdam.  Der neu angelegte Radfahrstreifen in der Wetzlarer Straße ist freigegeben. Eine zusätzliche Querungsinsel in Höhe der Rampe Wetzlarer Bahn wurde installiert und die notwendigen Änderungen der Beschilderung für die Radwege vorgenommen. Trotz des neuen Radfahrstreifens in Richtung Großbeerenstraße ist das Parken weiter auf beiden Seiten der Wetzlarer Straße möglich.

"Auf dem Zweirichtungs-Radweg der Wetzlarer Straße gab es in den vergangenen Jahren vermehrt Unfälle, bei denen Radfahrer, die auf der linken Seite in Richtung Norden unterwegs waren, von abbiegenden Kraftfahrzeugführern übersehen oder erst sehr spät wahrgenommen wurden. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit haben wir den Zweirichtungs-Radweg aufgehoben und den Radfahrstreifen auf der Fahrbahn angelegt, der nun von den Radfahrenden sicher benutzt werden kann", so Baudezernent Bernd Rubelt.

Der ehemalige Zweirichtungs-Radweg darf jetzt nur noch in Fahrtrichtung Süden mit dem Fahrrad befahren werden. Der Radfahrstreifen ist durch eine durchgezogene weiße Linie markiert und mit Fahrradpiktogrammen auf der Straße gekennzeichnet. Für Radfahrende auf der Wetzlarer Straße in Richtung Norden ist der Radfahrstreifen nun benutzungspflichtig und darf auch nur von Fahrrädern befahren werden. Kraftfahrzeuge dürfen den Radfahrstreifen nur überqueren, um beispielsweise zu einer Grundstückseinfahrt zu gelangen oder um Parkbuchten zu erreichen. Dabei muss unbedingt Rücksicht genommen werden auf Radfahrer, die auf dem Radfahrstreifen unterwegs sind.

"Wir appellieren an alle Autofahrer, sich auf die neue Situation einzustellen und das Fahrverhalten entsprechend anzupassen. Besonders wichtig ist, dass beim Überholen der Radfahrenden der notwendige Sicherheitsabstand eingehalten wird und das Halten und Parken auf dem Radfahrstreifen ohne Ausnahme untersagt ist" , betont der Radverkehrsbeauftragte Torsten von Einem.

Radfahrer sollen in der Landeshauptstadt sicher und hindernisarm vorankommen. Wenn die räumliche Situation vor Ort eine baulich getrennte Radverkehrsanlage nicht ermöglicht, werden Markierungen auf der Fahrbahn angebracht. Aber auch die Markierungen auf der Fahrbahn bieten Vorteile. Vor allem in Kreuzungsbereichen und bei Grundstückszufahrten gewährleisten Fahrbahnmarkierungen mehr Sicherheit als Radwege, da Fahrräder durch Autofahrer besser wahrgenommen werden. Zudem gibt es weniger Unfälle zwischen Radfahrern und Fußgängern wenn der Radverkehr auf die Fahrbahn verlegt wird.

Der Schutzstreifen ist im Unterschied zum Radfahrstreifen durch eine gestrichelte weiße Linie markiert und mit Fahrradpiktogrammen auf der Fahrbahn gekennzeichnet. Die Schutzstreifen sind für Radfahrer vorgesehen und dürfen nur im Bedarfsfall, zum Beispiel bei der Begegnung von einem Auto und einem Bus, von Kraftfahrzeugen überfahren werden. Dabei dürfen Radfahrer nicht gefährdet werden. Im Bereich der Schutzstreifen darf nicht geparkt werden, das Halten weniger als drei Minuten ist jedoch erlaubt. Trotz des neuen Radfahrstreifens ist das Parken in Richtung Großbeerenstraße wieder auf beiden Seiten der Wetzlarer Straße möglich. red/sg

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