Museen laden ein: Atlasfest zum Museumstag am 19. Mai

Museen laden ein: Atlasfest zum Museumstag am 19. Mai

Das Potsdam Museum öffnet zum Internationalen Museumstag am 19. Mai nicht nur seine Pforten für Gratis-Besuche, es feiert auch das jährliche Atlasfest auf dem Alten Markt. Foto: Sabine Gottschalk

Zahlreiche Ausstellungen gratis zu sehen

Potsdam. Zahlreiche Museen und Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt nehmen am Sonntag am Internationalen Museumstag teil. Unter dem Motto "Museen - Zukunft lebendiger Traditionen" wird bei meist freiem Eintritt ein vielfältiges Programm angeboten - von Film und Literatur über Natur und Kunst bis zur Geschichte. Mit dabei sind das Potsdam Museum, das Naturkundemuseum, das Filmmuseum, das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte sowie das Museum Barberini, die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße, das Lepsiushaus, die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße, das Große Waisenhaus, das Urania-Planetarium, das Museum Alexandrowka und das Museum Fluxus+.

"Potsdams Museums- und Kulturlandschaft ist einzigartig. Der Internationale Museumstag bietet Besucherinnen und Besuchern eine hervorragende Gelegenheit, diese Vielfalt und Hochwertigkeit der Potsdamer Museumslandschaft kennenzulernen und sich von den Besonderheiten der einzelnen Häuser begeistern zu lassen. Für die Kultureinrichtungen ist der Tag eine wunderbare Möglichkeit, sich einem interessierten Publikum gemeinsam zu präsentieren", betont Kulturdezernentin Noosha Aubel.

Das Potsdam Museum feiert am Internationalen Museumstag zusammen mit dem Förderverein des Museums das Atlasfest mit einem Kulturprogramm auf dem Alten Markt. Um 13.30 und 14.30 Uhr tritt der Fanfarenzug auf, von 14 bis 18 Uhr gibt es dann mit "Babylon Babelsberg" Schellackplatten-Musik der 20er bis 40er Jahre. Die Sammler Mathias Deinert und Hans-Jürgen Krackher moderieren auf dem Alten Markt Musikproduktionen aus Babelsberg. Wer eigene Schellackplatten zuhause hat, kann sie mitbringen und abspielen lassen.

Der Förderverein des Museums stellt sich mit Infoständen der beteiligten Akteure vor und bietet Getränke und Leckereien vom Café Central an. Im Potsdam Museum können bei freiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr alle Ausstellungen besucht werden. Um 14 und 16 Uhr finden Führungen durch die Sonderausstellung "Umkämpfte Wege der Moderne. Geschichten aus Potsdam und Babelsberg 1914-1945" statt. Um 17 Uhr gibt es eine Führung durch die Ausstellung zur Potsdamer Stadtgeschichte. Treffpunkt ist jeweils an der Museumskasse.

Im Saal wird zwischen 15 und 17 Uhr das Lebensgefühl der 20er Jahre vermittelt: "Let's go lost!" mit Tanz und Musik sowie einer Tanzvorführung der Swing-Tanzschule Swing Shack. Kinder können von 15 bis 17 Uhr Charleston-Tanzschritte erlernen und Schmuck nach Vorbildern aus den 1920er und 30er Jahren basteln.

Das Naturkundemuseum bietet am Internationalen Museumstag von 9 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt verschiedene Aktionen für kleine und große Museumsgäste an. Zwischen 11 und 15 Uhr gibt es zu jeder vollen Stunde Führungen, beispielsweise "Hinter die Kulissen der Säugetier- und Vogelsammlung" oder auch "Hinter die Kulissen des Aquariums". Von 12 bis 16 Uhr wird der Museumshof zum Mitmachort für die ganze Familie, mit spannenden Experimenten und Informationen rund um Wasserkäfer, Deckelschnecken & Co. und vieles mehr. Familien kommen auch bei den öffentlichen Familienführungen um 13 und um 15 Uhr auf ihre Kosten.

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) lädt Kinder, Familien und Erwachsene ab 11 Uhr zu ganz unterschiedlichen kostenlosen Führungen ein. Um 14, 15 und 16 Uhr blickt Thomas Wernicke, wissenschaftlicher Ausstellungsleiter des HBPG, hinter die Kulissen der Ausstellung "Fundstücke aus Brandenburg" und schildert, wie die Ausstellung engagierter Potsdamer Bürger im Jahr 1989 in Handarbeit und auf private Kosten entstand. Wernicke gibt auch einen Einblick in seine spannenden, fast kriminalistischen Recherchen zu den zufällig gefundenen Teilen einer Berliner SED-Propaganda-Schau von 1989. Die Besucher erhalten dabei einen lebendigen Einblick in die vielfältige Arbeit des Ausstellungsmachens am HBPG. Im Foyer gibt es am Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr ein Bastelangebot für Groß und Klein.

In der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße dreht sich alles um den Abzug der letzten sowjetischen Truppen aus dem vormaligen sowjetischen "Militärstädtchen Nr. 7" vor 25 Jahren. Eine nur an diesem Tag gezeigte Fotoinstallation wird die Ortssituation nach der Öffnung der "Verbotenen Stadt" an zahlreichen Standorten der Nauener Vorstadt sichtbar machen. Zudem bietet die Gedenkstätte Rundgänge und Führungen zur Geschichte des einstigen Geheimdienstareals und seines ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnisses an. Einen besonderen Höhepunkt stellt die erstmalige Begehung der seit mehreren Jahren verhüllten "Villa Schlieffen" dar. Architekt Martin Putzmann und Bauingenieur Roland Schulze führen exklusiv durch das in der Zeit stehengebliebene Gebäude und geben Auskunft zu seiner geplanten Nutzung als Kunstort. Neben dem inhaltlichen Programm bietet ein Büchertisch sowie das Gedenkstättencafé am Eingang des Besucherzentrums Möglichkeiten zum Verweilen und nette Gespräche. red/sg


Weitere Details zum Programm gibt es auf www.potsdam.de/museumstag und museumstag.de.

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