Tourismusbilanz: Zahl der Übernachtungen steigt weiter

Tourismusbilanz: Zahl der Übernachtungen steigt weiter

Der Alte Markt gehört mittlerweile zu den Hauptattraktionen für Touristen in Potsdam. Foto: Sabine Gottschalk

Touristen bleiben im Durchschnitt fast zweieinhalb Tage in der Landeshauptstadt

Potsdam. Zum siebten Mal in Folge lag die Anzahl der Gästeübernachtungen im Jahr 2018 bei über einer Million (1.277.928 Übernachtungen), und zum zweiten Mal hat die Zahl der Gästeankünfte mit 550.173 Personen eine halbe Million überschritten. Die Zahl der Ankünfte ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent, die Zahl der Übernachtungen um 9,1 Prozent gestiegen. Ein Vergleich der Nachfrageentwicklung auf Bundes- und Landesebene verdeutlicht die überdurchschnittlich gute Entwicklung.

So wird für das gesamte Reiseland Deutschland bei den Übernachtungen in- und ausländischer Gäste ein Plus von nur 4,0 Prozent angegeben. Im Land Brandenburg ist die Anzahl der Übernachtungen im Jahr 2018 um 3,5 Prozent gestiegen. Die bisher vorliegenden statistischen Berichte für 2019 zeigen, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt. In den ersten beiden Monaten des Jahres verzeichnete das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit  149.506 Übernachtungen bereits eine Steigerung der Übernachtungszahlen um über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Gäste blieben 2018 durchschnittlich 2,3 Tage in Potsdam. Somit ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Vergleich zum Vorjahr konstant auf hohem Niveau geblieben. Die Verweildauer in Potsdam ist fast genauso lang wie die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Berlin im Jahr 2018 und wesentlich höher als in vergleichbaren Städtedestinationen. So zeigte die Benchmark-Vergleichsanalyse im Rahmen der Tourismuskonzeption 2025, dass die Aufenthaltsdauer in Potsdam deutlich vor Graz und Trier mit je 1,8 Tagen liegt und vor Dresden mit 2,1 Tagen. Lediglich Lübeck weist mit 2,4 Tagen eine leicht höhere Aufenthaltsdauer auf. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die amtliche Statistik Lübeck als Einheit mit Travemünde erfasst, wodurch es kein reines Städtereiseziel ist, sondern auch eine Destination für längere Strandurlaube.

Die stetig positive Entwicklung der touristischen Bilanz Potsdams sei das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit zwischen den touristischen und kulturellen Partnern, Einrichtungen, Leistungsträgern und Unternehmen einerseits und der intensiven Kooperation der Landeshauptstadt mit ihrem betrauten Unternehmen, der PMSG, andererseits, heißt es von der Stadt. Nur durch die intensive Verzahnung der Aktivitäten aller Beteiligten können die ambitionierten Ziele der Tourismuskonzeption 2025 erreicht werden. Eine kontinuierliche Fortschreibung und Vertiefung einzelner Aspekte sei dazu notwendig.

Im erstmalig von der PMSG veröffentlichten Geschäftsbericht gibt das Unternehmen einen Überblick über die umgesetzten Marketingmaßnahmen im vergangenen Jahr. Dabei standen alle Aktivitäten im Einklang mit der Tourismuskonzeption 2025. Die PMSG hat die facettenreichen Rahmenbedingungen Potsdams genutzt, um ein Markenverständnis zu entwickeln, das als Arbeitsgrundlage und Strategie zugleich dient.

Die Tourismusmarke Potsdam wurde auf dem ersten Potsdamer Tourismustag 2018 vorgestellt. Sie ist auch die Basis für die Angebots- und Produktentwicklung, die die PMSG mit innovativen Veranstaltungs- und Beteiligungsformaten wie Produkt-Workshops oder BarCamps unterstützt und dabei auf eine engagierte und konstruktive Zusammenarbeit mit ihren touristischen Partnern zählen kann. "Unser Geschäftsbericht 2018 präsentiert, was das gesamte Team der PMSG im vergangenen Jahr geleistet hat. Ich bin mit den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden und wir richten nun unsere Kräfte darauf, den Marketingplan 2019 mit seinen Herausforderungen ebenso erfolgreich umzusetzen", so Raimund Jennert, Geschäftsführer PMSG.

Für das laufende Jahr hat die PMSG  die Tourismusmarke Potsdam, das Auslandsmarketing und die Digitalisierung als Schwerpunkte definiert. Voraussichtlich ab Sommer 2020 wird die Gesellschaft neue Geschäftsräume in der Nähe des Potsdamer Hauptbahnhofes nutzen. Die bisherigen Büroräume in der Humboldtstraße werden aufgegeben. Ein anstehendes Projekt, an dem sich die PMSG beteiligt, ist die Eröffnung einer zentralen Anlaufstelle zu Mobilitätsangeboten in der Landeshauptstadt im Hauptbahnhof.

"Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass Potsdam eine Stadt des Tourismus ist. Und das nachhaltige, qualitative und gesteuerte Wachstum im Tourismus bleibt weiterhin unser Ziel. Denn mit den Investitionen in touristische Angebote und Infrastruktur investieren wir zugleich auch in die Sicherung einer hohen Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger unserer Welterbestadt", so Dieter Jetschmanegg, Dezernent Geschäftsbereich Zentrale Verwaltung. Die Tourismusbranche gebe dabei wichtige Impulse und leiste wertvolle Beiträge etwa in den Bereichen Digitalisierung, umweltgerechte Mobilität und vielseitiges Unternehmertum. Die Orientierung der PMSG Potsdam Marketing und Service GmbH soll deshalb in Richtung einer Destination-Management-Organisation anstelle eines Unternehmens gehen, das nur auf die Vermarktung des Reiseziels Potsdam ausgerichtet ist.  red/sg

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