Belvedere Pfingstberg: Zeitzeugen gesucht

Belvedere Pfingstberg: Zeitzeugen gesucht

Foto: Michael Lüder

Sonderausstallung zur geschichte des Pfingstbergs geplant

Potsdam.

Für eine geplante Sonderausstellung im Schloss Belvedere sucht der Förderverein Pfingstberg Zeitzeugen, die etwas über die Zeit von 1945 bis 1998 über das Alltagsleben am Potsdamer Pfingstberg mitteilen können. Die Ausstellung soll 2020 gezeigt werden.

Im Jahr 2020 wird es 75 Jahre her sein, dass im Schloss Cecilienhof die Potsdamer Konferenz stattfand. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg zeigt zu diesem Anlass von Mai bis November 2020 die Sonderausstellung „Die Neuordnung der Welt“. Angelehnt an dieses Erinnern plant auch der Förderverein Pfingstberg eine Sonderausstellung im Belvedere Pfingstberg. Diese soll sich dem Alltagsleben in der Nauener Vorstadt um den Pfingstberg in der Zeit zwischen 1945 bis 1989 widmen.

Dazu sollen bis zu zehn persönliche Geschichten aus dem Leben um den Pfingstberg präsentiert werden. Die Erinnerungen und Geschichten der Zeitzeugen werden in Form von Video-, Audio- und verschriftlichten Interviews in der Ausstellung dargestellt. Geschichten über das Alltägliche, Erzählungen von persönlichen Erfolgen, traurigen Ereignissen und von der Nachbarschaft sollen vor dem Hintergrund der historischen Veränderungen (Nachkriegsjahre, innenpolitische Konflikte der DDR in den 1960er Jahren, Generationenwechsel in der SED 1973, letztes Jahrzehnt vor der Friedlichen Revolution) ein Bild des Lebens und der Atmosphäre in der Nauener Vorstadt hervorbringen.

Der Arbeitstitel für die Ausstellung lautet „Das Alltagsleben am Pfingstberg in der Zeit von 1945 bis 1998“. Mit dem Projekt beauftragt ist die Potsdamer Agentur „kreativköpfe“. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.


Für die Umsetzung dieser Ausstellung werden Zeitzeugen jeden Alters gesucht, die in der Zeit zwischen 1945 und 1989 in der Nauener Vorstadt um den Pfingstberg gelebt, gearbeitet, eine Schule besucht, ihre Freizeit verbracht oder Familie besucht haben und bereit sind, ihre Erinnerungen in einem Audio- oder Videointerview für die Ausstellung zu teilen. Geschichten, positive und negative Erinnerungen, Fotos, Filme oder Zeitungs-ausschnitte, die helfen, diese Zeit zu erschließen und in der Ausstellung veröffentlicht werden dürfen, werden dankbar entgegengenommen. Konkret geht es um die Zeitabschnitte von etwa 1945-1960, 1960-1980 und 1980 bis 1989.


Folgende Fragen möchte der Förderverein den Zeitzeugen stellen:
1. Welchen Bezug hatten Sie zu der Nauener Vorstadt in dieser Zeit?
2. Wie würden sie die Nauener Vorstadt um den Pfingstberg in der Zeit charakterisieren?
Was machte den Stadtteil aus? Wie erinnern Sie sich an die Stimmung der Zeit?
3. Wie sah das Alltagsleben in der Nachbarschaft aus? Wodurch war es geprägt?
4. Wie weit wurde ihr familiärer Alltag vom Leben in der Nauener Vorstadt geprägt?
5. Interessante Erfahrungen und Anekdoten aus der Zeit

red/rue

Wer sich in dieses Projekt als Zeitzeuge einbringen möchte, ist eingeladen, sich bis zum 20. Juni 2019 über info@pfingstberg.de oder über die Telefonnummer 0331 200 57 93 0 mit dem Förderverein Pfingstberg in Verbindung zu setzen.

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