Fahrradunfälle in Potsdam nehmen zu

Fahrradunfälle in Potsdam nehmen zu

Foto: Sebastian Staendecke | pixelio.de

Poliziste kontrollierten Autofahrer und Radler | Landeshauptstadt schneidet im ADAC-Fahrradranking gut ab

Potsdam.

Mehr als 50 Polizisten haben am Dienstag im Potsdamer Stadtgebiet 460 Verkehrskontrollen vorgenommen. Im Fokus stand der Sicherheitsabstand der Autos zu Fahrrädern beim Überholen. Doch auch die Sicherheit der Drahtesel wurde geprüft, ebenso ob die Radler auf der richtigen Straßenseite fuhren.Insgesamt kontrollierten die Beamten 384 Radfahrer, sechs E-Bike-Fahrer und 70 Autofahrer.

Insgesamt wurden bei den Radlern 178 Verstöße gezählt: 50-mal fuhren sie bei Rot über die Straße, 102 fuhren auf der falschen Straßenseite oder dem Bürgersteig. Ein Radler fuhr den Polizisten am Dienstagmorgen betrunken in die Kontrolle. Bei den Pkw wurden 30 Verstöße gezählt. Allein in acht Fällen hatten die Autofahrer Radler mit zu wenig Abstand überholt.

Die Kontrollen kommen nicht von ungefähr: Die Zahl der Fahrradunfälle steigt von Jahr zu Jahr. In Potsdam gab es 2018 531 Unfälle mit Radfahrern, 412 Radler wurden verletzt. Im Vorjahr waren es noch 457 Unfälle mit 335 verletzten Bikern.

Potsdams Radler haben der Stadt beim ADAC-Fahrradklimatest die Note 3,6 gegeben. Laut dem Urteil der 1229 Abstimmenden liegt die Landeshauptstadt damit im Vergleich zu anderen Städten derselben Größe im oberen Bereich. Als besondere Stärke wurden die Erreichbarkeit des Stadtzentrums, die öffentlichen Fahrräder in das schnelle Vorankommen per pedales genannt. Eher schlecht schloss die Landeshauptstadt in Sachen Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln, bei der Kontrolle von Falschparkern auf Radwegen sowie bei der Häufigkeit von Diebstählen ab.   rue

Alle Ergebnisse des ADAC-Fahrradklimatests sind unter www.fahrradklima-test.de zu finden.

Kommentare

  1. User
    Hartmut Bethke 14669 ketzin, Sa, 13.04.2019 10:58

    Ich mus beruflich immer durch Potsdam fahren ,Potsdam ist einfach eine Katastrophe ,die Strassen werden für Autos immer schmaler gemacht ,siehe jetzt Wetzlarer strasse ,ist doch kein Wunder ,wenn die Fahrradfahrer auf die Strasse geholt werden ,sie denken wir sind die Könige, sie fahren bei rot ,hören Musik, denken nicht,halten keine Hand raus wenn Spur gewechselt wird. Ich erlebe es leider täglich und mus mich noch beschimpfen lassen. VG

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