Baukindergeld: Junge Familien erhalten bis zu 12.000 Euro pro Kind

Baukindergeld: Junge Familien erhalten bis zu 12.000 Euro pro Kind

Auch mit Baukindergeld sollte die Finanzierung bei Immobilienkäufen immer gut durchgerechnet werden. Foto: Thorben Wengert | pixelio.de

Verbraucherzentrale rät zur sorgfältigen Prüfung der Finanzierung beim Immobilienkauf

Potsdam. Junge Familien unterstützt die Bundesregierung beim Kauf oder Neubau einer Immobilie mit bis zu 12.000 Euro pro Kind. Wer Baukindergeld beantragen kann, welche Fristen gelten und was bei der Antragsstellung zu beachten ist, erklärt Marlies Hopf, Expertin für Immobilienfinanzierung bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Familien mit mindestens einem Kind können laut Marlies Hopf einen Antrag auf Baukindergeld stellen. Es werden nur Kinder unter 18 Jahren berücksichtigt, die dann auch mit den Eltern in die Immobilie ziehen, unabhängig davon, wie viele es sind. Voraussetzung ist zudem, dass das zu versteuernde Jahreseinkommen der Familie die Summe von 75.000 Euro plus 15.000 Euro je Kind nicht überschreitet. "Dieses berechnet sich nach den durchschnittlichen Einkünften des zweiten und dritten Jahres vor Antragseingang", so Hopf.

Die Bundesregierung fördert Familien nach erfolgreicher Antragsstellung jedes Jahr mit 1.200 Euro je Kind über einen Zeitraum von maximal zehn Jahren. Das Baukindergeld wird auch dann weiter ausgezahlt, wenn das Kind in den kommenden Jahren älter als 18 Jahre wird oder auszieht. Die Förderung soll laut Hopf aber wohl nur solange gezahlt werden, wie die Familie Kindergeld erhält. Und: Die Zahlung wird eingestellt, wenn die Familie aus der Immobilie auszieht, sie vermietet oder verkauft.

Beantragt werden kann das Baukindergeld sowohl für den Kauf als auch für den Neubau eines Hauses oder einer Eigentumswohnung. Käufe werden rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gefördert. Bei Neubauten gilt der Tag, an dem die Baugenehmigung erteilt wurde. Das Baukindergeld bekommen Familien jedoch nur für die erste Immobilie. Besitzt eine Familie bereits eine Immobilie, unabhängig davon, ob sie sie gekauft, geerbt oder geschenkt bekommen hat, steht ihr keine Förderung zu.

Einreichen können Familien ihren Antrag bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Grundsätzlich kann das Baukindergeld auch mit anderen öffentlichen Fördermitteln kombiniert werden. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass das Baukindergeld allein keine Immobilienfinanzierung sichert. Wer überlegt zu bauen oder zu kaufen, sollte die Finanzierung für den Immobilienkauf deshalb sorgfältig prüfen lassen. Auch dabei kann die Verbraucherzentrale helfen.  red/sg


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