Integrationspreis 2018 geht an Alexander-Haus e.V.

Integrationspreis 2018 geht an Alexander-Haus e.V.

Im Alexander-Haus am Glienicker See vor der Renovierung: Vereinsgeschäftsführer Moritz Gröning (links) und der Enkel des Erbauers und Vereinsvorsitzende Thomas Harding (rechts) mit Potsdams Kämmerer Burkhard Exner. Fotos (2): Sabine Gottschalk

13 Bewerbungen von Projekten zur Förderung des Miteinanders

Das Alexander-Haus in Groß Glienicke im April 2017. Nach vollständiger Sanierung und Neubau eines zweiten Gebäudes soll das Gelände der Integration und internationalen Zusammenarbeit gewidmet werden.

Potsdam. Den 14. Integrationspreis hat der Alexander-Haus e.V. am Sonntag von Oberbürgermeister Jann Jakobs, der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Birgit Müller, und der Vorsitzenden des Migrantenbeirates, Diana González Olivo erhalten.

"Bei der Aufnahme und Integration der Menschen, die in den vergangenen Jahren aus Kriegs- und Krisengebieten geflohen sind, zeigen die Potsdamerinnen und Potsdamer viel Herz und Tatkraft. Alle eingereichten Bewerbungen zeigen Beispiele des guten Miteinanders in unserer Stadtgesellschaft und rufen zum Nachahmen auf. In diesem Jahr hat die Jury entschieden, dass das Projekt 'Community Essen: Kunst und Kochen' des Vereins Alexander-Haus Groß Glienicke den Integrationspreis erhält. Verdient, wie ich finde. Herzlichen Glückwunsch!", sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs. Er dankte allen Initiativen, die sich beworben haben, für ihr Engagement.

Insgesamt 13 Bewerbungen waren in diesem Jahr bei der Geschäftsstelle des Migrantenbeirates der Landeshauptstadt eingegangen. Der 2. Preis ging an den Verein MitMachMusik - ein Weg zur Integration von Flüchtlingskindern e. V. für das Projekt "MitMachMusik - Integration durch gemeinsames Musizieren", der 3. Preis an die Stiftung für Engagement und Bildung e. V. für das Projekt "Menschen treffen Menschen: Horizonte erweitern, Geflüchtete verstehen". Der mit 500 Euro dotierte "Sonderpreis Nachbarschaft" von der ProPotsdam, der von Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal überreicht wurde, ging an den Verein StadtteilLaden im Kirchsteigfeld e. V. für das Projekt "Sprachcafé".

Der Integrationspreis wurde 2005 von den Mitgliedern des damaligen Ausländerbeirates initiiert, von den Stadtverordneten unterstützt und beschlossen und mit einem Preisgeld von insgesamt 1.000 Euro ausgestattet. Das Preisgeld wurde im Vorjahr auf 2.000 Euro erhöht. Mit der Auslobung des Preises verfolgt die Stadt das Ziel, besondere Leistungen auf dem Gebiet der Integration zu würdigen. Potsdamer Träger, Vereine, Initiativen, Privatpersonen, Schulen, Kindergärten, Betriebe und andere Organisationen wurden aufgerufen, sich zu bewerben.


Sonderpreis Nachbarschaft wird von Pro Potsdam gestiftet


Die ProPotsdam stiftet alljährlich den "Sonderpreis Nachbarschaft", mit dem Projekte gewürdigt werden, die dem täglichen guten nachbarschaftlichen Zusammenleben verschiedener Kulturen und Generationen dienen. Die Preisträger wurden durch eine unabhängige Fachjury ermittelt. Der Jury unter Vorsitz der SVV-Vorsitzenden Birgit Müller gehörten der Geschäftsführer der ProPotsdam, Jörn-Michael Westphal, Dr. Ermyas Mulugeta vom Verein Loewenherz e.V. und NeMiB e. V., Diego Andrés Díaz Tamayo von INWOLE e.V. / Projektwerkstatt Potsdam, die Vorsitzende des Migrantenbeirats Diana Gonzalez Olivo, die Potsdamer Sportlerin Maike Naomi Schnittger, die Schulleiterin des Oberstufenzentrums II Christina Weigel, der Geschäftsführende Direktor des Hans-Otto-Theaters und mehrjährige Mitorganisator der Festveranstaltungen zur Verleihung des Potsdamer Integrationspreises Volkmar Raback sowie die Geschäftsführerin der Energie und Wasser Potsdam (EWP) Sophia Eltrop an.

Bei der Preisverleihung wurden alle eingereichten Projekte mit Kurzfilmen vorgestellt. Die Filmbeiträge sind in Kooperation mit dem Audiovisuellen Zentrum der Universität Potsdam entstanden. Durch den Nachmittag führte Moderatorin Jessica Beulshausen. Unter den Gästen waren auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Städtepartnerkonferenz zum Thema "Toleranz und Integration" aus Potsdams Partnerstädten Perugia, Opole, Jyväskylä, Luzern, Sansibar, Bonn und Versailles.  red/sg


Für den Integrationspreis 2018 beworben haben sich die folgenden Vereine/Projekte:

"Community Essen: Kunst und Kochen"; Projektträger: Alexander-Haus e. V. Groß Glienicke
"MitMachMusik - Integration durch gemeinsames Musizieren"; Projektträger: Verein MitMachMusik - ein Weg zur Integration von Flüchtlingskindern e. V.
"Menschen treffen Menschen: Horizonte erweitern, Geflüchtete verstehen"; Projektträger: Stiftung für Engagement und Bildung e. V.
"Sprachcafè"; Projektträger: Verein StadtteilLaden im Kirchsteigfeld e. V.
"Gemeinsame Masche" - Netzwerk stricken, Projektträger: Potsdamer Bürgerstiftung
USV Boxen, Projektträger: FAIR Jugendprojekt des USV
Basar der Kulturen; Träger: Waschhaus Potsdam gGmbH
"Essen in Deutschland und der Welt!", ein Bildungs- und Filmprojekt der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten gemeinsam mit der Willkommensklasse der Leonardo-da-Vinci- Gesamtschule Potsdam im Europäischen Kulturerbejahr 2018 - Sharing Heritage
Lernwerkstatt Deutsch; Volkshochschule Potsdam
Open Film University: Integrative Schreibwerkstatt (mit Hörspielproduktion: Damascus Requiem); Projektträger: Institut für Künstlerische Forschung der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (IKF)
"Sanssouci avec Shakespeare" - Integrationstheater für Vielfalt und Toleranz; Projektträger: Universitätsgesellschaft Potsdam e. V.
WIR für den Sport!; Projektträger: Bornimer Sportclub e. V.
Kultür Tandem; Projektträger: Neue Kulturwege e. V. 

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