Erster Tag der Jugendberufsagenturen

Erster Tag der Jugendberufsagenturen

Doreen Ließ (links) und Franziska Schaaf beraten Jugendliche und ihre Eltern in der Jugendberufsagentur Potsdam. Foto: Sabine Gottschalk

Gebündelte Unterstützung bei der Suche nach dem passenden Beruf

Potsdam. Am Montag fand landesweit der "Erste Brandenburger Tag der Jugendberufsagenturen" statt. Jugendberufsagenturen bündeln unter ihrem Dach unter anderem Maßnahmen der Berufsberatung, der Ausbildungsvermittlung und der Förderung mit Angeboten der Jugendsozialarbeit. Dafür arbeiten die Agentur für Arbeit, Jobcenter, Jugendhilfe und Schulen sowie regionale Partner, wie beispielsweise Kammern, Hand in Hand.

Im Land Brandenburg gibt es elf Jugendberufsagenturen. Die zentrale Tagung mit einem "Markt der Möglichkeiten" fand in Potsdam statt. Einen "Tag der offenen Tür", Ausbilder- und Arbeitgeberstammtische sowie Besuche in Ausbildungsbetrieben gab es bei den Jugendberufsagenturen in Cottbus, Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz), Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald), Herzberg (Elbe-Elster), Eberswalde (Barnim), Frankfurt (Oder), Seelow und Strausberg (Märkisch-Oderland), Perleberg (Prignitz), Brandenburg an der Havel und Luckenwalde (Teltow-Fläming). Viele Jugendliche nutzten mit ihren Eltern den Tag, um sich über Ausbildungschancen in ihrer Region und darüber hinaus zu informieren.

Das Erfolgsrezept der Jugendberufsagenturen ist die Kooperation der Arbeitsagentur, des Jobcenters sowie der Kommune mit Einbezug der Schulen unter einem Dach. Unter diesem Dach gilt: Die kooperierenden Partner kommen vom Denken in Zuständigkeiten zu einer Verantwortungsgemeinschaft. Die Jugendlichen stehen im Zentrum. Die Verantwortlichen arbeiten vernetzt, um die Jugendlichen bestmöglich zu beraten und zu fördern.

An der zentralen Veranstaltung in Potsdam nahmen Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, Schirmherrin und Bildungsministerin Britta Ernst, Bernd Becking, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und Kommunen sowie zahlreiche Gäste teil.

"Alle Partner eint der Grundgedanke, dass wir es uns gesellschaftlich wie wirtschaftlich nicht leisten können und wollen, dass junge Menschen die Schule ohne Berufsperspektive verlassen. Fachkräftesicherung beginnt damit, dass Jugendliche erfolgreich in den Beruf starten und Arbeitslosigkeit gar nicht erst entsteht. Dafür müssen alle Akteure - Arbeitsagentur, Jobcenter, kommunale Einrichtungen und Sozialpartner - zusammenarbeiten und kooperieren. So begleiten wir Jugendliche aus einer Hand beim Übergang von der Schule in das Berufsleben. Ich hoffe, dass uns dies auch in Brandenburg flächendeckend gelingen kann", so Detlef Scheele.

Bildungsministerin Britta Ernst fügte hinzu: "Unser gemeinsames Ziel ist es, allen jungen Menschen in Brandenburg eine berufliche Perspektive zu geben und sie erfolgreich auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten. Dafür müssen wir ihre Bedürfnisse, Fähigkeiten und Wünsche kennen, um sie zielsicher mit passgenauen Angeboten beraten und unterstützen zu können. Eine gute Ausbildung oder ein Studium sind wichtige Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben."

"Der Ausbildungsmarkt in Brandenburg stellt alle Partner vor Herausforderungen. Es gibt noch viele unversorgte Bewerber, gleichzeitig haben die Firmen viele unbesetzte Ausbildungsplätze. Viele Jugendliche sind noch nicht reif für eine Ausbildung und brauchen Unterstützung. Regional sind die Unterschiede groß. Die Jugendberufsagenturen sind noch jung, aber ihr Konzept hat sich bereits bewährt: Als Kompetenzcenter geben sie mit individuell zugeschnittenen Angeboten der Partner den Jugendlichen die Unterstützung, die sie benötigen. Hemmnisse werden gemeinsam aus dem Weg geräumt", betont Bernd Becking, Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit Berlin-Brandenburg. Ein Weiterschicken, ohne dass man weiß, ob der oder die Jugendliche auch bei der anderen Stelle ankommt, gebe es nicht mehr. Jetzt seien alle gemeinsam für den Jugendlichen verantwortlich. "Wir haben mit der Jugendberufsagentur eine systematische Anschlussorientierung und gute Übergangsbegleitung auf den Weg gebracht. Alle werden davon profitieren", so Becking weiter.  red/sg 

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