Patrouillen auf der Freundschaftsinsel

Patrouillen auf der Freundschaftsinsel

Die Freundschaftsinsel ist in diesem Jahr besonders stark frequentiert. Immer wieder wird Müll hinterlassen, abends gibt es auch die eine oder andere Schlägerei. Fotos (2): Sabine Gottschalk

Zunehmender Vandalismus macht Garten und Gärtnern zu schaffen

Auch die Freunde der Freundschaftsinsel beklagten bei einem Pressegespräch in der vergangenen Woche das rücksichtslose Verhalten einiger Besucher des Inselparks.

Potsdam.  Die Freundschaftsinsel ist in diesem Sommer besonders von Vermüllung und Vandalismus betroffen. Um den denkmalgeschützten Garten und die Insel als Ganzes als Erholungsraum für viele Potsdamer und Gäste der Stadt mit hoher Qualität zu erhalten, setzt die Landeshauptstadt seit Anfang dieser Woche eine Reihe von Maßnahmen um: Unter anderem wird die Nutzungsordnung des Parks vor Ort noch deutlicher kenntlich gemacht.

Weiterhin wird das Ordnungsamt auf der Insel patroullieren und kontrollieren. Eventuelle Ordnungswidrigkeiten können so über die Regelungen der Stadtordnung konsequent verfolgt werden. Sachbeschädigungen werden gezielt geahndet. Außerdem sind Jugendschutzstreifen und Streetworker vor Ort unterwegs und suchen das Gespräch mit auffälligen Besuchern.

Hintergrund dieser Maßnahmen ist eine besonders starke Nutzung der Insel in diesen heißen und trockenen Sommermonaten, die mit einem Anstieg von Müllablagerungen und Beschädigungen an Grünflächen, Pflanzen und Möbeln einhergeht.

"Immer mehr Potsdamerinnen und Potsdamer nutzen die Freundschaftsinsel als einen Ort der Erholung und Entspannung. Wir wollen die hohe Aufenthaltsqualität für alle Besucherinnen und Besucher erhalten. Um der negativen Entwicklung hinsichtlich des Mülls und Vandalismus entgegenzuwirken, haben wir das Maßnahmenpaket geschnürt, das seit dieser Woche umgesetzt wird", sagt Baudezernent Bernd Rubelt. Hierzu arbeitet der Bereich Grün- und Verkehrsflächen mit verschiedenen Dienststellen der Landeshauptstadt zusammen.

Mit den jetzt umgesetzten Punkten sollen Einschränkungen der Schließzeiten für das Gartendenkmal vermieden werden. Darüber hinaus wird es weiterführende Abstimmungen und Prüfungen geben. So soll geklärt werden, ob die Müllsammlung und -entsorgung zukünftig durch die Stadtentsorgung Potsdam (STEP) übernommen werden kann. Die dadurch freiwerdenden gärtnerischen Kapazitäten könnten dann für den gestiegenen Pflegeaufwand des Gartendenkmals genutzt werden. Auch wird die Einrichtung und Finanzierung eines Wachdienstes zur Steigerung der Akzeptanz und Durchsetzung der Benutzungsordnung geprüft. red/sg

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