PWG 1956 baut am Landtag

PWG 1956 baut am Landtag

Wo zurzeit noch der letzte Rest des FH-Gebäudes gegenüber vom Landtag steht, wird die PWG 1956 rund 20 Wohnungen und Gewerbeeinheiten bauen. Fotos (2): Sabine Gottschalk

Alle vier Ecken von Block III in Genossenschaftshand

Klaus-Dieter Boshold und Matthias Pludra von der PWG 1956 haben am Mittwoch gemeinsam mit Sigrun Rabbe und Bert Nicke vom Sanierungsträger (von links) ihren Entwurf für das Los 7 vorgestellt.

Potsdam. Für das Leitfassadenlos 7 an der Schloßstraße/Ecke Alter Markt gibt es einen neuen Bauherren. Nachdem das Vergabeverfahren für alle Lose des sogenannten Blocks III bereits abgeschlossen war, ist der Investor Rockstone, dem die Grundstücke zugesprochen worden waren, wegen Schwierigkeiten bei der Realisierung der Leitfassade, die an den ehemaligen Knobelsdorffbau an dieser Stelle angelehnt sein soll, zurückgetreten.

Die als "sehr prägnant" bezeichnete Fassade sei unter wirtschaftlichen Aspekten nicht wunschgemäß zu erstellen, hieß es als Begründung. Im Nachrückverfahren kommt deshalb nun die Wohnungsbaugenossenschaft PWG 1956 zum Zuge, die auch die Ecke Schloßstraße/Friedrich-Ebert-Straße bebaut. Da der Auswahlkommission bei diesem Entwurf vor allem der Leitfassadenbau Am Alten Markt 17 gefiel, wird für die Schloßstraße 1 bis 3 ein neuer Architektenwettbewerb mit drei Entwürfen von drei unterschiedlichen Büros gestartet.

Die Entwürfe sollen der Kommission Ende September vorliegen, im Oktober wird dann endgültig entschieden welches Konzept realisiert wird. Mit der neuerlichen Vergabe an die PWG 1956 sind etwa zwei Drittel der Gesamtnutzfläche in der Hand von Genossenschaften. In den Häusern Schloßstraße 1 bis 3 sind im Erdgeschoss Gewerbeflächen für den Einzelhandel mit regionalen Erzeugnissen aus Brandenburg vorgesehen, eventuell auch mit einem wechselnden Angebot. In das Eckhaus soll ein Restaurant einziehen, das auch einen Außenbereich nutzen darf. Grundlage für die Planung aller Häuser ist der Zustand vor der Zerstörung im Jahr 1945.

Die PWG 1956 plant zurzeit 18 bis 20 Wohnungen mit einer Maximalgröße von 100 Quadratmetern bei drei bis vier Zimmern. Das könne sich aber mit den endgültigen Entwürfen noch ändern, erklärten die beiden Vorstandsvorsitzenden Matthias Pludra und Klaus-Dieter Boshold am Mittwoch. Fest steht jedoch schon heute, dass die Wohnungen nur an Mitglieder der Genossenschaft vergeben werden und ihre Mieten zehn Prozent unter dem im Jahr der Fertigstellung, 2022, gültigen Mietspiegel liegen sollen. Diese Bindung gilt für 20 Jahre und soll, so Pludra, nicht an regelmäßige Mieterhöhungen oder Staffelmieten gekoppelt werden. Solange es dem Unternehmen gut gehe, wolle man den Mitgliedern günstiges Wohnen ermöglichen. Derzeit liegt der Mietspiegel bei 9,50 Euro pro Quadratmeter. sg

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