Werderaner Ärzte errichten Corona-Impfstelle in der Havelauenhalle

Werderaner Ärzte errichten Corona-Impfstelle in der Havelauenhalle

In der Havelauenhalle in der Potsdamer Straße will die Stadt Werder gemeinsam mit ortsansässigen Ärzten ein Corona-Impfzentrum einrichten. Die Vorbereitungen seien bereits abgeschlossen. Foto: Henry Klix | Stadt Werder (Havel)

Genehmigung durch die KVBB steht noch aus

Werder (Havel).  In der Werderaner Havelauenhalle sind Vorbereitungen zur Eröffnung einer Impfstelle getroffen worden. Rund 16 Ärzte aus der Region könnten ab Montag, 8. März, im Schichtbetrieb in der Havelauenhalle wöchentlich bis zu 1.000 Menschen gegen das neuartige Corona-Virus impfen.

"Kein Werderaner müsste mehr den Weg nach Potsdam oder Brandenburg (Havel) antreten", sagt die Allgemeinmedizinerin Dr. Christine Falk im Namen der Ärzteschaft. "Wir könnten helfen, die Impfkampagne des Landes zu beschleunigen und die Impfzentren zu entlasten. Wir warten auf die Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg."

Mit den Medizinern Jens Drews, Katja Klemm, Jan Hammann und Dr. Oliver Simschsowie Fachleuten der Stadtverwaltung gehört Dr. Falk zum Vorbereitungsteam der Impfstelle. Nach dem erfolgreichen Betrieb der Anlaufstelle für Atemwegserkrankungen im vergangenen Jahr könne im Kampf gegen Corona erneut ein Signal der Hoffnung aus Werdergesendet werden, betonte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Der Impfstoff, der bereit liege, solle jetzt zügig genutzt werden. Werder wolle gern dabei helfen und stehe in den Startlöchern. Saß verwies auch auf die erprobte Zusammenarbeit mit den Ärzten in der Stadt. Gerade für die Älteren seien Impfangebote in einer vertrauten Umgebung ohne lange Wartezeiten wichtig.

Nach Angaben des Groß-Kreutzer Allgemeinmediziners Reinhard Jarka könnten im Normalbetrieb seiner Praxis wöchentlich etwa 60 Patienten geimpft werden. "Ich rechne jedoch mit einer zwei- bis dreifachen Nachfrage durch die Patienten. Insofern wäre eine Werderaner Impfstelle in den ersten Wochen und Monaten der ambulanten Impfphase eine wirkliche Entlastung und stünde in einer guten Tradition des Zusammenhalts unserer Region. Es wäre das beste Szenario, wenn Impfstelle und Niedergelassene in der Region Hand in Hand arbeiten würden."

Die Ärzteschaft hatte sich in Abstimmung mit der Stadt am 18. Februar bei der Kassenärztlichen Vereinigung für eine Pilotpraxis für Corona-Schutzimpfungen in Form einer Impfstelle beworben, alle Vorbereitungen dafür sind getroffen. Die Havelauenhalle könnte kurzfristig mit einem von Mitarbeitenden der Stadtverwaltung betreuten Empfangsbereich, einem Wartebereich und zwei Behandlungszimmern für die Ärzte ausgestattet werden. Auch die hygienische und die technische Ausstattung der Halle, unter anderem mit Internet und Kühlung für den Impfstoff, ist vorbereitet. Die erforderlichen Abstimmungen mitder  Grund- und Oberschule Carl-von-Ossietzky seien ebenfalls getroffen worden, heißt es von der Stadt.  red/sg 

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