Fünf verletzte Jugendliche nach Auseinandersetzung an der S-Bahn

Fünf verletzte Jugendliche nach Auseinandersetzung an der S-Bahn

Landfriedensbruch in Teltow? Der für politisch motivierte Kriminalität zuständige Staatsschutz ermittelt nach einer Auseinandersetzung zwischen Jugendgruppen unterschiedlicher Nationalitäten am S-Bahnhof Teltow. Foto: Sabine Gottschalk

Staatsschutz ermittelt wegen Landfriedensbruch

Teltow.  Am frühen Freitagabend kam es zu einer schweren handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen auf einem Parkplatz am S-Bahnhof Teltow. Nachdem mehrere Notrufe im Einsatz- und Lagezentraum der Polizei eingegangen waren, haben die Beamten fünf Geschädigte albanischer, deutscher, russischer und syrischer Staatsangehörigkeit im Alter von 15, 16 und 17 Jahren mit   oberflächlichen Gesichtsverletzungen auf dem Parkplatz angetroffen.

Die verletzten Jugendlichen gaben an, mit einer zehnköpfigen Gruppe unterwegs gewesen zu sein, als sie plötzlich von bis zu 20 Personen unterschiedlicher Nationalitäten angegriffen wurden. Nach ersten Erkenntnissen sollen die Täter auch mit Pfefferspray und anderen Schlagwerkzeugen, die nicht näher beschrieben werden konnten, bewaffnet gewesen sein. Bei einer von den Beamten unverzüglich eingeleitetne Fahndung konnten in Tatortnähe drei dringend Tatverdächtige 16- und 17-jährige Deutsche aufgegriffen werden. Bei der Durchsuchung der Jugendlichen wurden jedoch keine Tatwaffen gefunden.

Die Geschädigten wurden noch in den Abendstunden durch den Kriminaldauerdienst Potsdam als Zeugen vernommen. Die Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Bis Montagnachmittag hatte die Polizei noch keine gesicherten Erkenntnisse zum Motiv der Auseinandersetzung. Mittlerweile hat jedoch der Staatschutz die Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und schwerer Körperverletzung übernommen. Die Polizei war mit 20 Einsatzkräften vor Ort.  red/sg

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